Im Sommer 2005 haben Vereinsmitglieder mit den Instandsetzungsarbeiten begonnen. So konnte wie geplant eine neue Dachhaut aufgebracht und der zweite Ausgang freigelegt werden, wodurch die Innenräume langsam austrockneten. Zum „Tag des Offenen Denkmals“ im September 2005 und 2006 begrüßten wir im Bunker erstmals jeweils rund 150 Personen. In den Jahren 2007 und 2008 waren wir mit den weiterführenden Sicherungen, Instandsetzungen und der Komplettierung der Ausstattung des Bauwerks beschäftigt. Der Arbeitsschwerpunkt lag nun vor allem in den Innenräumen. Dazu war es erforderlich, lose Wandkacheln zu sichern, die Sanitäranlagen wieder herzustellen und die Destillationsapparate originalgetreu aufzubauen. Höhepunkt war zweifelsohne – als ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk – im Dezember 2008 die Anlieferung von zwei originalen Operationstischen, die nun im einstigen Operationssaal zu besichtigen sind. Beide Tische einschließlich Transport wurden von der Firma MAQUET GmbH & Co. KG aus Rastatt gesponsert, worüber wir uns sehr gefreut haben.
Derzeit arbeiten wir an einer erweiterten Dokumentation der Geschichte der Berliner Operations-Bunker im Allgemeinen und des einstigen Humboldt-Krankenhauses im Besonderen. Nachdem die Anlagen ordentlich vermessen und dokumentiert worden waren, stellten wir im September 2007 beim Landesdenkmalamt Berlin den Antrag auf Denkmalschutz, um das historische Bauwerk langfristig zu sichern. Im Oktober 2007 ist uns die „zügige Prüfung“ durch das Landesdenkmalamt zugesichert worden. Am 11. Juni 2009 hat uns dann die schöne Nachricht erreicht, dass der OP-Bunker Teichstraße 65 mit Datum 27.04.09 in die Denkmalliste eingetragen wurde. So sind die von uns ehrenamtlich geleisteten Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten nicht vergeblich gewesen.
Heute kann der historische Operationsbunker unter fachkundiger Begleitung besichtigt werden, zum Beispiel im Rahmen der Tour B und Tour O, bei einigen unserer Bildungsseminare aber auch anlässlich des „Tags des Offenen Denkmals“.