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Tour M Spezial – Mauerdurchbrüche mit dem Zeitzeugen Joachim Rudolph

Tour M Spezial - Rudolph - Titelbild

Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, unter Ausnutzung der städtischen Kanalisationsanlagen oder in den märkischen Sand gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu unterqueren und so in die Freiheit zu gelangen. Das erste Tunnelprojekt „lief“ im Oktober 1961, das letzte scheiterte im Jahre 1984. Insgesamt gab es mehr als 70 tatsächlich begonnene Fluchttunnelvorhaben, von denen jedoch nur 19 erfolgreich waren. Durch sie gelangten immerhin noch über 300 DDR-Bürger nach West-Berlin. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, weil die Stasi die geplanten Aktionen im Vorfeld ausspähen konnte. Es entwickelte sich regelrechtes „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen Tunnelbauern und der DDR-Staatssicherheit, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für die Fluchthelfer und Fluchtwilligen.

In der Tour M erzählen wir nicht nur die Geschichte(n) der Fluchttunnel. Auch die Berliner Geisterbahnhöfe, ihre scheinbar perfekte Sicherung gegen sogenannte Grenzverletzer und das Absperren der Kanalisation gegen unterirdische Fluchtversuche finden bei dieser Führung ausgiebig Erwähnung.
Nach dem Besuch der thematischen Ausstellungsräume in der Zivilschutzanlage Blochplatz geht es per „U-Bahn-Shuttle“ zur Bernauer Straße, einem der Brennpunkte des Mauerbaus und auch einer der Schwerpunkte im Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur 350 Metern wurden die Grenzsperranlagen hier siebenmal untertunnelt. Nahe diesen authentischen Schauplätzen der Geschichte geht es erneuert in den Untergrund. In den historischen Gewölben der ehemaligen Oswald-Berliner-Brauerei berichten wir, wieder tief unter der Erde, anhand von Tunnelnachbauten sowohl von verratenen und gescheiterten Tunnelvorhaben als auch über die beiden erfolgreichsten und spektakulärsten Projekte aus der Zeit der Berliner Mauer, den „Tunnel 29“ und den „Tunnel 57“. Im wieder freigelegten originalen Brauereibrunnen können die Besucher dieser Tour auf den hier sehr tief liegenden Berliner Grundwasserspiegel hinunter blicken. Erst diese besondere Situation ermöglichte das Anlegen sehr tief liegender Fluchttunnel.

Dabei wird Joachim Rudolph, einer der berühmten Fluchthelfer, den Besuchern persönlich von seinen drei Tunnelbauten berichten. Zwei davon befanden sich unter der Bernauer Straße, von denen als bekanntester Fluchttunnel der „Tunnel 29“ in die Geschichte einging. Durch ihn gelangten am 14. und 15. September 1962 insgesamt 29 Menschen in die Freiheit. Die Ereignisse rund um diesen Fluchttunnel wurden 1999 von SAT.1 unter dem Titel „Der Tunnel“ verfilmt.

Joachim Rudolph wurde am 25. Dezember 1938 in Meseritz (Ostbrandenburg im heutigen Polen) geboren. Er wuchs in Ost-Berlin auf und erlebte persönlich den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sowie den Mauerbau am 13. August 1961. Nach seinem Abitur durfte er wegen „fehlenden politischen Engagements“ zuerst nicht studieren und absolvierte zunächst eine Lehre als Elektromontageschlosser im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide. 1959 konnte er dann doch ein Studium an der Verkehrshochschule in Dresden aufnehmen. Nach dem Mauerbau reifte der Entschluss, gemeinsam mit einem Freund die DDR zu verlassen. Im September 1961 gelang beiden die Flucht über das Tegeler Fließ durch die Grenzsperren nach Lübars im Norden West-Berlins. Dort angekommen, nahm er sein Studium wieder auf und schloss sich an der Technischen-Universität Berlin einer Gruppe von Studenten an, die an einem Tunnel unter der Bernauer Straße Richtung Ost-Berlin gruben, um Menschen aus der DDR zur Flucht zu verhelfen. Am 14. Und 15. September 1962 gelang hier 29 DDR-Bürger die Flucht in den Westen, weshalb er den Namen „Tunnel 29“ trägt. Joachim Rudolph beteiligte sich zudem am Bau von zwei weiteren Tunneln, die jedoch verraten wurden. Dabei wurden mehrere „Republikflüchtlinge“ sowie einige Fluchthelfer verhaftet.

Diese Führung wurde mit dem Gütesiegel Berliner Mauer ausgezeichnet.

  • Veranstaltungstipp zu dieser Führung:

Im Anschluss an die Tour empfehlen wir einen Besuch des Dokumentationszentrums „Berliner Mauer“ an der Bernauer Straße.

TERMINE 
  • Samstag, 18. Februar 2017, 13 Uhr

Weitere Termine in Vorbereitung.

Anmeldung erforderlich!

DAUER UND EINTRITT 

ca. 150 Minuten
22 € (inklusive U-Bahn-Transfer Gesundbrunnen-Bernauer Straße)

Keine Kartenzahlung möglich – Nur Barzahlung!

Anmeldung 

Anmeldung erforderlich!

Eine Anmeldung ist ausschließlich telefonisch in der Zeit von montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr unter der Rufnummer 030 – 49 91 05 17 möglich.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
Pro Anmeldung vergeben wir maximal 4 Plätze!

KARTENVERKAUF 

Der Kartenverkauf für angemeldete Teilnehmer erfolgt am Tag der Führung an der zentralen Kasse (Brunnenstraße 105, 13355 Berlin, Pavillon neben dem Eingang des U-Bhf. Gesundbrunnen, vor „Kaufland“, Ausgang → Humboldthain, Brunnenstraße).

Öffnungszeiten

Keine Kartenzahlung – Nur Barzahlung möglich!
Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Berliner Unterwelten e.V.

Lageplan

TREFFPUNKT (MIT EINTRITTSKARTE) 

Bad- / Ecke Hochstraße, gegenüber dem Gesundbrunnen-Center

Lageplan

ÖPNV 

S+U Gesundbrunnen, Bus 247

Stand: 22.12.16 Seitenanfang