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Kriegsbunker als Stadtdekoration NS-Planungen für die Friedenszeit

Kriegsbunker Stadtdekoration -- Titelbild

Aus Anlass des 70. Jahrestags des Kriegsendes 1945 wurde die Dauerausstellung Mythos Germania – Vision und Verbrechen im Frühjahr 2015 um ein thematisches Angebot erweitert.
Die Sonderausstellung „Kriegsbunker als Stadtdekoration“, unter anderem mit einem Modell des Flakturms Humboldthain im Maßstab 1:35 (erbaut von dem bekannten Modellbauer Manfred Jonas), ist inzwischen fester Bestandteil der Dauerausstellung.

Der von Deutschland 1939 begonnene Zweite Weltkrieg verzögerte den radikalen Umbau Berlins zur „Welthauptstadt Germania“. Albert Speer plante nun für die Zeit nach dem propagierten „Endsieg“. Ein Frieden im Sinne der Nationalsozialisten hätte die Möglichkeit eröffnet, die besetzten Länder auch für den Bau von „Germania“ auszubeuten. Zunächst aber bewirkten britische Luftangriffe die Errichtung bis dahin ungeplanter Monumentalbauten: Die sogenannten Flaktürme prägten ab 1941 das Stadtbild von Berlin. Um die riesigen Betonfestungen ästhetisch in seine „Germania“-Planungen integrieren zu können, ließ Speer mitten im Krieg repräsentative Steinfassaden entwerfen, die teilweise errichtet wurden.
Der Berliner Unterwelten e.V. hat aktuell eine Reihe von damals vorproduzierten Reliefsteinen wiederentdeckt. In der Sonderausstellung „Kriegsbunker als Stadtdekoration – NS-Planungen für die Friedenszeit“ können sich Besucher auf die „Spur der Steine“ begeben und die außergewöhnliche Geschichte der Flakturm-Fassaden erkunden.

Der Erwerb einer Eintrittskarte für die Dauerausstellung Mythos Germania – Vision und Verbrechen berechtigt zum Besuch der Sonderausstellung.