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Reichshauptstadt Germania Der geplante Umbau Berlins im Nationalsozialismus

Seminare -- Reichshauptstadt Germania

In der kurzen Zeitspanne der nationalsozialistischen Herrschaft sollte Berlin nach den Vorstellungen Adolf Hitlers und des von ihm eingesetzten Generalbauinspektors Albert Speer als „Welthauptstadt“ neu gestaltet werden. Der Besuch beispielhafter Bauten und die Vorstellung von Architektenbiographien dieser Zeit sollen Ihnen die damaligen Ideen und Verstrickungen verständlich werden lassen. Außerdem möchten wir Sie mitnehmen zu den Quellen der Recherchen. Das Seminar ist eine ungewöhnliche ober- und unterirdische Spurensuche in der deutschen Hauptstadt.

Programmbeschreibung
Innerhalb von zwei Tagen, jeweils von 9 bis 17 Uhr, inklusive Pausen, werden wir Ihnen einen kurzen, aber trotzdem umfassenden Einblick in die Planungen und ausgeführten Umbauten Berlins im Nationalsozialismus geben. Die Führungen, Vorträge und Diskussionen sind in 90-Minuten-Blöcke eingeteilt. Bei einigen Besichtigungen möchten wir Sie bitten, Taschenlampen mitzubringen.
Die Pausen geben Ihnen Gelegenheit zu entspannen oder das Gesehene und Gehörte bei einer Stärkung ungezwungen weiter zu vertiefen. Natürlich ist für Sie die Zeit für ein gemeinsames Mittagessen eingeplant.

Besonderen Wert legen wir dabei auf die politischen, sozialen und ästhetischen Hintergründe der damaligen Zeit, die wir Ihnen anhand spannender und anschaulicher Vorträge verdeutlichen. Die Biographien von Albert Speer oder Herbert Rimpl im Vergleich zu unbekannten Architekten zeigen Ihnen die Faszination und Verstrickung der damaligen Generation.

An zwei Großbauten werden wir Ihnen beispielhaft eine Ahnung der geplanten Großbauten vermitteln. Das Detlev-Rohwedder-Haus wird Ihnen von einem Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums gezeigt. Er führt Sie ein in die abwechslungsreiche Geschichte dieses Gebäudes, welches im Nationalsozialismus als Reichsluftfahrtministeriums eine große Bedeutung hatte. Der neue Flughafen Tempelhof galt zur damaligen Zeit als einer der größten und modernsten der Welt. Wir werden Ihnen auch die unterirdischen Bereiche zeigen, die als Luftschutzräume, Dokumentenarchiv oder Posttunnel gebaut und zum Teil für Rüstungsproduktion genutzt wurden.

Die Neugestaltungsplanung sah für Berlin große Bahnhöfe, breite Straßen und gigantische Verwaltungsbauten vor. Wir führen Sie zum Schwerbelastungskörper, einem eigenwilligen Erbe der Planung Albert Speers. Mit ihm wurde die Belastbarkeit des Berliner Bodens geprüft. Sie sehen außerdem einen unterirdischen Umsteigebahnhof, der dann von den Nationalsozialisten doch nur zur Luftschutzanlage umgebaut wurde.

Anmelden 

Melden Sie sich für dieses Seminar über das Anmeldeformular an.

Termin 

29. bis 30. Oktober 2012 (2 Tage)

Teilnahmegebühr 

70,– €

Bildungsurlaub 

Inwieweit Sie bei Ihrem Arbeitgeber Anspruch auf Bildungsurlaub geltend machen können, entnehmen Sie bitte unseren Anerkennungen nach den Bildungsgesetzen der Länder.

Grundlegendes und Wissenswertes zum Thema erfahren Sie in der Rubrik Bildungsurlaub.

Stand: 04.03.12 Seitenanfang

Meinungen zu "Reichshauptstadt Germania"

comment_1679
1. Jürgen schrieb

Liebe Vereinsfreunde,
ich habe Ende Oktober 2009 am Zweitagesseminar zu den Planungen für die Reichshauptstadt Germania teilgenommen. Hier wurde in verantwortungsvoller Weise nicht nur gezeigt, welche Verunstaltung der historischen Stadtviertel vorgesehen war, sondern auch, welche z.T. existenziellen Auswirkungen bereits der Beginn der Bauarbeiten für die hier lebenden Menschen hatte.
Von jeder Faszination für die im Wortsinne größenwahnsinnigen Bauten sollte man hiernach wohl geheilt sein. Herr Richter und Herr Wedemeyer haben all die unterschiedlichen und interessanten Vor-Ort-Besichtigungen mit viel Umsicht und einem immer wieder erstaunlichen Kenntnisreichtum geleitet. Danke für die informativen Tage! Für die von mir im Juni besuchten Bunkerführungen (Touren 1 - 3) gilt das Gleiche.
Jürgen

19. Dez. 2009 - 18:52 Demmin Vorpommern

comment_1512
2. Everhard van den Brakel schrieb

Wir haben uns mit einer Gruppe von sechs Niederlaender am Kurzseminar Mythos Germania beteiligt. Es war besonders interessant, sehr gruendlch forbereitet und uns ist ausfuehrlich erzaehlt und gezeigt das Germania gluecklicherweise nicht weiter gekommen ist als ein Mythos. Vielen Dank, speziell fuer Michael Richter und Juergen Wedemeyer.

03. Nov. 2009 - 22:40 Niederlande

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