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Tour M Spezial – „Mauerdurchbrüche“ mit dem Zeitzeugen Joachim Rudolph

Tour M spezial -- Titelbild

Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 hat es immer wieder Versuche von mutigen Menschen gegeben, die tödlichen Sperranlagen unterirdisch zu überwinden und die Freiheit zu erlangen. Anfangs waren noch Fluchten durch die U-Bahntunnel oder die Kanalisation möglich, doch aufgrund der immer ausgefeilteren unterirdischen Sperranlagen begannen Fluchthelfer und Fluchtwillige mit dem Anlegen selbstgegrabener Tunnel. Der erste Fluchtstollen wurde 1961, der letzte 1985 begonnen. Insgesamt waren es über siebzig Tunnelprojekte. Durch die erfolgreichen von ihnen gelangten über 300 DDR-Bürger nach West-Berlin. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, wenn die Tunnelprojekte an die Stasi verraten wurden. Bald entwickelte sich ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und dem Staatssicherheitsdienst – unter zunehmend schwerer werdenden Bedingungen für die Fluchtwilligen.

Im Rahmen dieser Führung geht es nach dem Besuch der thematischen Ausstellungsräume in der Zivilschutzanlage Blochplatz per „U-Bahn-Shuttle“ zur Bernauer Straße, einem der Brennpunkte des Mauerbaus und auch einer der Schwerpunkte beim Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur etwa 500 Metern wurden die Grenzsperranlagen allein hier siebenmal untertunnelt. An diesen authentischen Schauplätzen der Geschichte informieren wir vor Ort sowohl über verratene und gescheiterte Stollen als auch über die beiden erfolgreichsten und spektakulärsten Fluchttunnelprojekte aus der Zeit der Berliner Mauer.

Dabei wird Joachim Rudolph, einer der berühmten Fluchthelfer, den Besuchern persönlich von seinen drei Tunnelbauten berichten. Zwei davon befanden sich unter der Bernauer Straße, von denen als bekanntester Fluchttunnel der „Tunnel 29“ in die Geschichte einging. Durch ihn gelangten am 14. und 15. September 1962 insgesamt 29 Menschen in die Freiheit. Die Ereignisse rund um diesen Fluchttunnel wurden 1999 von SAT.1 unter dem Titel „Der Tunnel“ verfilmt.

Joachim Rudolph wurde am 25. Dezember 1938 in Meseritz (Ostbrandenburg im heutigen Polen) geboren. Er wuchs in Ost-Berlin auf und erlebte persönlich den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sowie den Mauerbau am 13. August 1961. Nach seinem Abitur durfte er wegen „fehlenden politischen Engagements“ zuerst nicht studieren und absolvierte zunächst eine Lehre als Elektromontageschlosser im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide. 1959 konnte er dann doch ein Studium an der Verkehrshochschule in Dresden aufnehmen. Nach dem Mauerbau reifte der Entschluss, gemeinsam mit einem Freund die DDR zu verlassen. Im September 1961 gelang beiden die Flucht über das Tegeler Fließ durch die Grenzsperren nach Lübars im Norden West-Berlins. Dort angekommen, nahm er sein Studium wieder auf und schloss sich an der Technischen-Universität Berlin einer Gruppe von Studenten an, die an einem Tunnel unter der Bernauer Straße Richtung Ost-Berlin gruben, um Menschen aus der DDR zur Flucht zu verhelfen. Am 14. Und 15. September 1962 gelang hier 29 DDR-Bürger die Flucht in den Westen, weshalb er den Namen „Tunnel 29“ trägt. Achim Rudolph beteiligte sich zudem am Bau von zwei weiteren Tunneln, die jedoch verraten wurden. Dabei wurden mehrere „Republikflüchtlinge“ sowie einige Fluchthelfer verhaftet.

Medien-Tipps zu dieser Führung:

TERMINE 

Samstag, 6. Juli 2013, 13 Uhr
Samstag, 31. August 2013, 13 Uhr

Weitere Termine in Vorbereitung!

Anmeldung erforderlich!

DAUER UND EINTRITT 

ca. 150 Minuten
20,- € (inklusive U-Bahn-Transfer Gesundbrunnen-Bernauer Straße)

Keine Kartenzahlung möglich – Nur Barzahlung!

Anmeldung 

Anmeldung erforderlich!

Eine Anmeldung ist ausschließlich telefonisch in der Zeit von montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr unter der Rufnummer 030 – 49 91 05 17 möglich.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!
Pro Anmeldung vergeben wir maximal 4 Plätze!

KARTENVERKAUF 

Der Kartenverkauf für angemeldete Teilnehmer erfolgt am Tag der Führung ab 10 Uhr an der zentralen Kasse (Brunnenstraße 105, 13355 Berlin, Pavillon neben dem Eingang des U-Bhf. Gesundbrunnen, vor „Kaufland“, Ausgang → Humboldthain, Brunnenstraße).
Keine Kartenzahlung – Nur Barzahlung möglich!
Es gelten die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ des Vereins.

Lageplan

TREFFPUNKT (MIT EINTRITTSKARTE) 

Bad- / Ecke Hochstraße, gegenüber dem Gesundbrunnen-Center

Lageplan

ÖPNV 

S+U Gesundbrunnen, Bus 247