Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Newsletter informieren wir Sie über unsere aktuellen Veranstaltungen rund um den Berliner Untergrund, zu denen wir Sie natürlich wieder recht herzlich einladen möchten. Wir freuen uns auf Ihr Interesse.
Eine Zeitreise durch dunkle Welten
Der Potsdamer Platz ist heute wieder einer der meistbesuchten Orte in Berlin. Als sich die Stadt im 19. Jahrhundert von hier aus rasant erweiterte, mußten bald auch die Schichten unter der Erdoberfläche nutzbar gemacht werden: Für Kanalisation, Gasleitungen, Rohrpost und U-Bahnen entstanden unterirdische Räume. Später hinterließen die Nationalsozialisten tief in der Erde ihre Spuren: den auch heute noch genutzten Nord-Süd-Tunnel für die S-Bahn, die Reste der „Germania“-Bauten im Tiergarten.
Dietmar Arnold
Donnerstag, 27. Oktober 2005 um 17.30 Uhr
URANIA
Einstieg in eine faszinierende unterirdische Ruinenlandschaft
Auf Grund der großen Nachfrage werden am letzten Wochenende im Oktober, 29. und 30.10. (Sa. und So.), die Führungen Tour 2 in der Flakturmruine Humboldthain stündlich zwischen 11 und 16 Uhr stattfinden. Es ist das letzte Wochenende in diesem Jahr, bevor die Flakturmruine für die Winterruhe der Fledermäuse geschlossen wird.
ca. 90 Minuten
29. und 30. Oktober 2005 (Samstag und Sonntag) um 17.30 Uhr
Der geplante Umbau Berlins im Nationalsozialismus
Die megalomanischen Planungen von Hitlers Chefarchitekten Albert Speer in Mythos, Legende und Wirklichkeit. Anhand verschiedener Projekte, teilweise nur auf dem Papier, teilweise aber auch realisiert, soll der geplante Umbau Berlins in der Zeit des Nationalsozialismus aufgezeigt werden. Das Seminar ist ungewöhnliche ober- und unterirdische Spurensuche in der deutschen Hauptstadt.
7. bis 11. November 2005
Anmeldungen sind noch möglich
Vortrag des Sozialwissenschftlers Arne Keilmann
Ende 1943 wurde Robert Ley von Adolf Hitler mit der Errichtung des „Deutschen Wohnungshilfswerks“ beauftragt, um millionenfachen provisorischen Ersatz für zerstörte Wohnungen zu schaffen. Der Vortrag des Sozialwissenschaftlers Arne Keilmann schildert das Chaos der Materialbeschaffung, den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeitern, die Beteiligung führender Baufachleute und verfolgt die Spuren der weitgehend gescheiterten Behelfsheimaktion in der Nachkriegszeit. So stellen die Vorschläge und Entwicklungen von Architekten und Ingenieuren wie Josef Kaiser und Robert von Halasz einen wesentlichen Beitrag zum Wohnungsbau dar, der weit über die „Ley-Laube“ für den Wiederaufbau in Deutschland gewirkt hat.
9. November 2005 um 19.30 Uhr
frei
Medienraum des Berliner Unterwelten e.V.
18. bis 20. November 2005
Das in Wien ansässige Creativ Büro und der Wiener „Verein zur Pflege der Unterwelten“ veranstalten Mitte November den 1. Internationalen Unterwelt-Kongress in Wien. Die Veranstalter beabsichtigen, den internationalen Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Unterwelt-Interessierten zu fördern und eine breitere Öffentlichkeit für dieses spannende Thema zu interessieren. Zahlreiche Fachvorträge renommierter Unterwelt-Experten aus Europa und den USA versprechen einen überaus informativen Kongress.
18. bis 20. November 2005
Wien
Die tiefgründige Geschichte der „Kleinen U-Bahn“ von Berlin
Haben Sie schon einmal von der „Kleinen U-Bahn“ Berlins gehört, von surrenden Blitzfahrten, nur einen Meter unter dem Bürgersteig? Lassen Sie sich zu einer interessanten und überaus spannenden Reise in die Geschichte der Stadtrohrpost einladen! Buchstäblich unter den Füßen der Berliner flitzten einst die Rohrpostbüchsen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Metern in der Sekunde dahin. Annähernd 100 Jahre lang zählte die Rohrpost zu den wichtigsten städtischen Kommunikationsmitteln und galt als ein Inbegriff weltstädtischen Ranges.
Samstag und Sonntag um 11 und 13 Uhr
ca. 90 Minuten
9,– EUR (ermäßigt 7,– EUR)
Kinder bis einschl. 11 Jahre in Begleitung der Eltern frei
Hauseingang Oranienburger Straße 72 (direkt gegenüber der Neuen Synagoge)