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Newsletter Januar 2010

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer des Vereins,

mit dem ersten Newsletter des Jahres 2010 wollen wir Ihnen Informationen sowie Hinweise zu Veranstaltungen, Kooperationen und Aktivitäten des Berliner Unterwelten e.V. geben und wünschen allen ein frohes neues Jahr.

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1. Besucherzahlen 2009

Im Jahr 2009 konnten wir bei unseren Führungen insgesamt 176.560 Besucher begrüßen. Die Ausstellung ]Mythos Germania – Spuren und Schatten der Reichshauptstadt[, die zum Jahreswechsel endete, zählte 23.040 Gäste. Zu den Vorstellungen des dokumentartheaters kamen 1.259 Besucher an den Gesundbrunnen, bei den Gastspielen an anderen Orten, darunter in Monaco und Namur (Belgien) waren es etwa 1.850 Zuschauer, und die Webseite hat mit über 750.000 Besuchern einen neuen Rekord aufgestellt. Allen Beteiligten, Freunden und Förderern des Vereins, aber auch unseren Besuchern gilt unser herzlicher Dank für dieses schöne Ergebnis. Wir haben es geschafft, über die Marke von 200.000 Besuchern in den Unterwelten zu kommen.

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2. Das dokumentartheater berlin präsentiert im LabSaal Lübars: „VERA“

Es ist soweit! Am Freitag, den 22.01. und Samstag, den 23.01.2010, jeweils 20.00h präsentiert das dokumentartheater berlin im LabSaal Lübars das Stück „VERA.“ Nach dem Erfolg der Produktion „VERA.“ im vergangenen Jahr im Ballhaus Naunynstrasse in Berlin Kreuzberg, ist es gelungen, einen weiteren der wunderschönen, alten Ballsäle in Berlin für dieses sehenswerte Stück zu gewinnen: den LabSaal Lübars. Bereits im November konnten wir uns über ein volles Haus in dieser nostalgischen Spielstätte am Rande Berlins mit einem weiteren unserer Bühnenstücke „Tänzerin hinter Stacheldraht“ freuen. Noch einmal kurz zur Entstehung von „VERA.“: Im Jahr 2005 wird der Fonds Darstellende Künste auf das dokumentartheater berlin aufmerksam. Er fördert maßgeblich die Produktion „Gesichter des Krieges“, die 2007 in den beeindruckenden Bunkeranlagen des Berliner Unterwelten e.V. am Gesundbrunnen uraufgeführt wird und in ihrer Machart als „Theatertour“ ein Novum ist. Bestandteil der Inszenierung ist eine Führung durch das Berliner Unterwelten Museum.

Der rote Faden, der sich durch „Gesichter des Krieges“ zieht, sind Auszüge der autobiographischen Erzählung „Man kann nicht eine halbe Jüdin sein“ der Berliner Schriftstellerin Vera Friedländer – einer Zeitzeugin aus Berlin. Ein zweites Mal gefördert durch den Fonds Darstellende Künste, ist es nun Veras Geschichte, die ihren Weg auf die Bühne findet:

An einem hellen Septembertag 1942 wird die 14-jährige Vera Zeugin, wie die Gestapo ihre Großmutter aus ihrem Haus in der Naunynstrasse / Ecke Manteuffelstrasse in Kreuzberg abholt – mit ihr noch andere jüdische Menschen. Doch es ist für Vera und ihre Familie erst der Anfang einer schrecklichen Zeit: Fluchtpläne in die Schweiz, die Suche nach Verstecken in Berlin, die Ungewissheit über den Verbleib deportierter Verwandter. Es kommen Karten aus Theresienstadt, aber über die verheerenden Lebensbedingungen in diesem Ghetto erfahren sie nichts, auch nicht über die perfide „Verschönerungsaktion“ und Inszenierung eines Vorzeigeghettos durch die Nationalsozialisten, die so die wahren Zustände gegenüber dem Internationalen Roten Kreuz aus der Schweiz während eines Kontrollbesuches am 23. Juni 1944 meisterhaft zu vertuschen verstehen. Vera selbst, als Tochter einer jüdischen Mutter und eines „Ariers“, wird in Berlin bei der Schuhfabrik Salamander zur Zwangsarbeit verpflichtet. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Bei „VERA.“ macht das dokumentartheater berlin in seiner Arbeitsweise einen entscheidenden Schritt. War es bisher Sprachrohr der Menschen, deren Geschichten es erzählt, so steht es bei „VERA.“ gemeinsam mit der Zeitzeugin Vera Friedländer auf der Bühne, und die heute über 80-Jährige beschließt das Stück mit ihrem Monolog. Vera Friedländer gibt der Geschichte ein Gesicht, was authentischer, greifbarer und somit dokumentarischer nicht sein könnte. Und sie will als Zeugin dieser bestialischen Zeit für die Menschen im Publikum vor allem eins sein: Mahnung für die Zukunft.

„VERA.“ 

Freitag, den 22.01. und
Samstag, den 23.01.2010
jeweils 20 Uhr

LabSaal Lübars
Alt-Lübars 8
13469 Berlin

Anmeldung 

Anmeldung unter (030) 411 075 75 oder kontor [at] labsaal [dot] de sowie unter (030) 499 105 17.

Preise 

13 € regulär
10 € für Schwerbeschädigte und Hartz-IV-Empfänger
5 € für Vereinsmitglieder, Mitglieder des LabSaal e.V., Schüler und Studenten

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3. Vortrag: Die Fluchttunnel von Berlin

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Dietmar Arnold, Dipl.-Ing., Stadt- und Regionalplaner, Autor, Berlin

Seit 1961 die Berliner Mauer errichtet wurde, gab es immer wieder Versuche, mittels Fluchttunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden. Bei diesen Fluchtversuchen gab es spektakuläre Aktionen, Verrat, bitteres Scheitern. Ein regelrechtes Katz- und Maus-Spiel zwischen den Tunnelbauern und der Staatsicherheit entstand, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für die Fluchtwilligen. Dietmar Arnold, exzellenter Kenner der Berliner Stadtgeschichte, befragte Zeitzeugen und Beteiligte, wertete zusammen mit dem Journalisten Sven-Felix Kellerhoff die einschlägigen Akten der Stasi aus und stellt Ihnen mit unbekanntem, unveröffentlichten Fotomaterial ein dramatisches Kapitel der Geschichte der deutschen Teilung vor.

Es gibt für Vereinsmitglieder wie immer 6 Freikarten. Bei Interesse bitte vorbestellen unter: arnold [at] berliner-unterwelten [dot] de

Den gleichen Vortrag mit Lesung halte ich zudem bereits am Sonntag, 20. Januar 2010, 19.30 Uhr in der Gemeindebibliothek Glienicke/Nordbahn (bei Frohnau), Hauptstraße 19, Tel.: 033056/692 30

Ort 

Urania Berlin
Montag, 25.01.2010 um 19:30 Uhr
An der Urania 17, 10787 Berlin

Preise 

Normal: 6,00 €
Ermäßigt: 5,00 €
Urania-Mitglieder: 3,50 €

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4. Vortrag: Dunkle Welten – Bunker und Tunnel unter Berlin

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Dietmar Arnold, Dipl.-Ing., Stadt- und Regionalplaner, Autor, Berlin

40 Prozent der Bauwerke unserer Stadt liegen unter dem Straßenpflaster: U- und S-Bahn-Tunnel, Relikte aus Speers „Germania“-Planungen, Großbunker unter Alex und Pariser Platz, unterirdische Labyrinthe unter Hitlers Neue Reichskanzlei, Spionage- und Fluchtstollen. Dazu die Großstadtkatakomben der Kanalisation, archäologische Fundstätten unter Kirchen und Schlössern … und die Funde gehen immer weiter – hören Sie viel Neues!

Es gibt für Vereinsmitglieder auch hier 6 Freikarten. Bei Interesse bitte vorbestellen unter: arnold [at] berliner-unterwelten [dot] de

Ort 

Urania Berlin
Mittwoch, 27.01.2010 um 17:30 Uhr
An der Urania 17, 10787 Berlin

Preise 

Normal: 6,00 €
Ermäßigt: 5,00 €
Urania-Mitglieder: 3,50 €

Mit herzlichen Grüßen vom Berliner Unterwelten e.V.

Dietmar Arnold (Vorsitzender)