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Ausstellung ]Mythos Germania[ Schatten und Spuren der Reichshauptstadt

Die zwölf Jahre des nationalsozialistischen Regimes – 1933 bis 1945 – haben sich gewaltsam in das Gesicht Europas eingeschrieben. Bei der Rückkehr des Zweiten Weltkrieges an seinen Ausgangspunkt wurde auch die Reichshauptstadt Berlin bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Auch ohne diese Zerstörungen hätten die Umbaupläne der Nationalsozialisten Berlin völlig aus den Angeln gehoben.

Die Ausstellung ]Mythos Germania[ – Schatten und Spuren der Reichshauptstadt – warf einen geschärften Blick auf den historischen Ort des Spreebogens und der ehemaligen Ministergärten. Das Spektrum reichte vom Einsturzunglück beim Bau der Nordsüd-S-Bahn über die Planung der „Großen Halle“ bis zur Aufschüttung des Teufelsbergs beim Wiederaufbau Berlins.

Im Spannungsfeld zwischen dem „Mahnmal für die ermordeten Juden Europas“ und der „Topographie des Terrors“ wurden mit dieser Dokumentation ausgewählter Bauvorhaben und des nationalsozialistischen Organisationsapparates bautechnische, soziale und politische Hintergründe zusammengeführt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den verheerenden Konsequenzen, insbesondere die der „Entsiedelungspläne“ für die Berliner Juden.

Die vom Berliner Unterwelten e.V. über Jahre zu diesem Thema zusammengetragenen Erkenntnisse wurden im Rahmen der Ausstellung durch jüngste Forschungsergebnisse ergänzt. Umfangreiches Bildmaterial, Baupläne, ein Architektur-Modell der „Großen Halle“ und das Filmmodell der Nord-Süd-Achse (aus dem Kinofilm „Der Untergang“) flankierten die Inhalte.

Ein vertiefendes Rahmenprogramm in Form von Fachvorträgen ergänzte die Ausstellung jeweils am 2. Mittwoch im Monat ab 19 Uhr.

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Ausstellungszeitraum  

15. März 2008 bis 31. Dezember 2009

Ort 

Ausstellungspavillon ]Mythos Germania[
unweit des Denkmals für die ermordeten Juden Europas

Gertrud-Kolmar-Str. 14 / Hannah-Arendt-Straße
10117 Berlin-Mitte