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Mythos Germania – Vision und Verbrechen Dauerausstellung

Mythos Germania 2014 -- Titelbild

Intention der Ausstellung
Albert Speers Planungen für Berlin waren keine Utopie, sondern ein konkretes Bauvorhaben. Als Generalbauinspektor entwarf der Architekt breite Achsen und Monumentalgebäude von enormen Dimensionen, die den Machtanspruch des NS-Systems demonstrieren sollten. Berlin hätte nicht mehr als Lebensraum der Bewohner gedient, sondern als Repräsentationsraum des Regimes. Für die Umsetzung der Pläne forderte und unterstützte Speer Vertreibungen, Deportationen und Sklavenarbeit. Beim angestrebten Neubau der Metropole waren Vision und Verbrechen untrennbar miteinander verbunden.
Die Geschichtsausstellung des Berliner Unterwelten e.V. beleuchtet Architektur und Städtebau im Berlin der NS-Zeit und analysiert die ideologischen Zielsetzungen und verbrecherischen Konsequenzen. Darüber hinaus werden Legenden und Klischees rund um die „Welthauptstadt Germania“ dekonstruiert.
Mit seinem aktuellen Projekt beabsichtigt der Verein, einen dauerhaften Informationsort über die Stadtplanungen der NS-Zeit zu schaffen. Die multimediale Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ lädt die Besucher zur eigenständigen Erkundung des vielschichtigen Themas ein. Über 20 Autoren – viele von ihnen für Berliner Universitäten, Gedenk- und Dokumentationsorte tätig – haben sich an dem interdisziplinären Projekt beteiligt.

Themen, Raum und Inszenierung
Die Architektur hatte im Nationalsozialismus einen herausragenden politischen Stellenwert; sie diente der Machtdemonstration und der Massenmanipulation. Berlin besaß für sämtliche Gauhauptstädte Modellcharakter und sollte zur international führenden Metropole aufgebaut werden. Zur Realisierung dieses Vorhabens wurde 1937 eine neue Institution geschaffen: „Der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin“ kurz GBI. Ihr Chef: der damals 32-jährige Architekt Albert Speer. Er erhielt die Möglichkeit, nahezu unbegrenzt über Menschen und Ressourcen zu verfügen. Als Generalbauinspektor war er verantwortlich für die Vertreibung der Berliner Juden aus ihren Wohnungen, mit der SS schloss er Verträge für die Produktion von Baumaterial in Konzentrationslagern. Als späterer Rüstungsminister veranlasste Speer die Verschleppung hunderttausender Menschen zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich.

In ihren insgesamt sieben Themenbereichen zeigt die Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ ausgewählte Bauvorhaben und beleuchtet dabei bautechnische, soziale und ideologische Hintergründe – stets im Kontext mit den für die „Neugestaltung“ begangenen Verbrechen: Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit.

Den passenden Ort für die Ausstellung liefern die Räume einer Zwischenetage im U-Bahnhof Gesundbrunnen. Hier geben Medienstationen, Text- und Bildfahnen, Exponate und Architekturmodelle einen umfassenden Einblick in die Pläne und Vorhaben des GBI. Zur individuellen Vertiefung dienen zusätzliche Film-, Hör- und PC-Stationen sowie „Ausziehladen“, die weitere Detailinformationen liefern.

Zu den Originalexponaten zählen der Teil eines „Speer-Kandelabers“, Artefakte vom Gelände des KZ-Außenlagers „Klinkerwerk“ bei Oranienburg, ein Säulenfragment der Neuen Reichskanzlei und eine Versuchsleuchte aus einem Tunnel vor dem Sowjetischen Ehrenmal an der Straße des 17. Juni. Darüber hinaus wird das für den Film „Der Untergang“ (2004) geschaffene Großmodell von „Germania“ ausgestellt. Dieses steht im eindrucksvollen Spannungsverhältnis mit einer unmittelbar angrenzenden Leuchtwand, die die verbrecherischen Konsequenzen des Großbauprojektes darstellt.

Zur Ausstellung ist ein Ausstellungskatalog erhältlich.

Termine / Laufzeit und Öffnungszeiten 

Die Ausstellung ist ganzjährig geöffnet:

  • April bis einschl. Oktober jeweils Donnerstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)
  • November bis einschl. März jeweils Samstag und Sonntag 11 – 16 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)

Sonderöffnungszeiten rund um Feiertage:

  • Montag, 3. Oktober 2016,
    11 – 18 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)
  • 27. Dezember 2016 bis einschl. 8. Januar 2017 (außer am 1. Januar 2017) täglich 11 – 16 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)
  • Am 24. und 25. Dezember 2016 sowie am 1. Januar 2017 bleibt die Ausstellung geschlossen.

Die zentrale Kasse des Berliner Unterwelten e.V. schließt um 16 Uhr, der Einlass in die Ausstellung erfolgt bis eine halbe Stunde vor Schließung der Ausstellung.

Eintrittspreise und Kartenverkauf 

6 € (ermäßigt 5 €) Ausstellungsticket „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“
3 € Kombiticket (beim gleichzeitigen Kauf eines Tickets für die Teilnahme an einer Tour des Berliner Unterwelten e.V.)

KEIN TICKETVERKAUF AM AUSSTELLUNGSEINGANG!

Der Ticketverkauf erfolgt ausschließlich an der zentralen Kasse (Brunnenstraße 105, 13355 Berlin, Pavillon neben dem Eingang des U-Bhf. Gesundbrunnen, vor „Kaufland“, Ausgang → Humboldthain, Brunnenstraße)

Die zentrale Kasse schließt um 16 Uhr,
der Einlass in die Ausstellung erfolgt bis 17 Uhr.

Lageplan

Keine Kartenzahlung – Nur Barzahlung möglich!
Es gelten die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ des Vereins.

Ausstellungsort 

Die Ausstellungsräume befinden sich in einem Zwischengeschoss der nördliche Eingangshalle des U-Bahnhofs Gesundbrunnen (U8), Eingang vor dem Gesundbrunnen Center (Badstraße / Ecke Behmstraße), 13357 Berlin

Das Zwischengeschoss ist nur per Treppe erreichbar.
Es gibt keinen Aufzug. Die Ausstellungsräume sind nicht barrierefrei.

Der Weg vom Ticketverkauf zur Ausstellung:

Gehen sie durch den U-Bahn-Eingang neben dem Ticketverkauf (Brunnenstraße 105) hinunter auf den Bahnsteig der U8.
Gehen Sie bis zum entgegengesetzten Ende des U-Bahnsteiges (Ausgang Badstraße).
Gehen Sie über die Fußgängertreppe (nicht über die Rolltreppe!) nach oben.
Auf dem dritten Zwischenpodest der Fußgängertreppe befindet sich rechts der Eingang zur Ausstellung.

Bitte beachten Sie: 
  • Aufgrund der baulichen Gegebenheiten der Ausstellungsräume ist der Aufenthalt auf max. 99 Besucher gleichzeitig begrenzt.Wir bitten bei möglichen Wartezeiten um Ihr Verständnis.
  • Für die Besichtigung der Ausstellung ist flaches Schuhwerk (ohne Absätze) erforderlich (Gitterroste).
  • Fotografieren und Filmen ist in den Räumen nicht gestattet.
  • Für Kinder unter 7 Jahren ist die Ausstellung aufgrund der Thematik nicht geeignet.