Nach langem Suchen konnte der Verein Anfang des Jahres 2009 eine funktionsfähige historische OP-Leuchte ausfindig machen und erwerben. Diese wurde dann Mitte April unter der Decke des Operationsraumes installiert und stellt neben den im Vorjahr aufgestellten historischen Operationstischen (Spende der Firma Maquet) einen weiteren Meilenstein zur Rekonstruktion der historischen Einrichtung dar.
Bald darauf bekamen wir einen weiteren Instrumentenschrank gespendet, den wir vom Dachboden eines alten Fabrikgebäudes bergen konnten (der jetzt allerdings seinen Platz im Sanitätsraum des Fichtebunkers gefunden hat). Bei dieser Gelegenheit haben wir auch noch einen Heißluftsterilisator vor der Verschrottung retten können, der sich nun im OP-Bunker Teichstraße befindet.
Am 15.September 2009 hatten wir dann die Möglichkeit, aus einem OP-Bunker auf dem Gelände des alten Urban-Krankenhauses, dessen Abriss bevorstand, für den Verein wichtige Dinge wie Draeger-Überdruckventile und entsprechende Beschilderung zu bergen, die noch im OP-Bunker Teichstraße fehlten. Es wurden zudem Waschbecken, Lampen, Luftmengenmesser, Wanduhren, Lüftungsgitter und sogar eine Tür für unseren OP-Bunker gesichert. Das Universitäts-Krankenhaus Rostock hat uns wenig später mit einem Sauerstoffgerät eine weitere Freude bereitet. Einige Kolleginnen und Kollegen im Verein begannen bereits zu munkeln, dass man nun bald operieren könne. Es fehle allerdings noch ein Narkosegerät.
Hier bekamen wir alsbald Unterstützung durch die Draeger-Werke Lübeck. Wenig später, am 18.März 2010 um 10 Uhr stand dann ein Lieferwagen auf dem Parkplatz in der Teichstraße und brachte und als Dauerleihgabe ein Narkosegerät Baujahr 1935. Wir bedanken uns in diesem Zusammenhang besonders bei Frau Claudia Rohn von den Draeger-Werken.
Auch Doktor Sikorsky, der uns bereits bei der Beschaffung der Operationstische unterstützte, hat uns am 27.Februar ein weiteres Mal besucht und kam wieder nicht mit leeren Händen. Ein weiteres Instrumentenschränkchen mit Inhalt hängt seit dem im OP-Vorbereitungsraum. Und zwischenzeitlich konnte unser Vereinskollege Holger Happel auch die zweite fehlende OP-Leuchte für den Verein erwerben. Nach einigen Restaurierungsarbeiten ziert sie inzwischen den OP-Bunker.
Die im hinteren Bereich vorhandenen Hakenschienen konnten im März 2010 wieder mit den noch fehlenden Trockenstangen versehen werden. Nach fast siebzig Jahre hat natürlich der Zahn der Zeit an der Substanz des OP-Bunkers genagt. Eingedrungene Feuchtigkeit verursachte erhebliche Rostbildung an den Türrahmen. Daher waren hier umfangreiche Entrostungs- und Malerarbeiten notwendig, die noch in 2010 zum Abschluss kommen werden.