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Instandsetzung II Es geht voran …

Wesentlich angenehmer vom Wetter war es in der zweiten „Bauwoche“, die am 27. Juli begann. Es gab mehrere Zielvorgaben. Im Hinblick auf den Tag des offenen Denkmals am 10. und 11. September 2005 mußten wir erst einmal den zweiten Eingang (Notausgang) freistemmen. Die ursprünglich nach unten führende Rampe war in der Nachkriegszeit bis auf Höhe des Außenbereiches aufgefüllt worden, um hier einen Lagerraum für brennbare Flüssigkeiten zu schaffen, der ebenerdig betreten werden konnte. Zudem mußte ein nachträglich eingemauerter Lüftungskanal beseitigt werden. Insgesamt rund 10 m³ Schutt und Abraum sind allein an dieser Stelle angefallen, aber bereits am späten Nachmittag war der zweite Eingang wieder freigelegt, um 19.00 Uhr dann der letzte Dreck ausgefegt und der alte Bodenabfluß wieder freigelegt.

Schwieriger gestaltete sich das Vorgehen auf dem Dach. Ein schnelles Handeln war dringend geboten war, da ständig Sickerwasser durch Risse in die Anlage eindrang und die historische Innenausstattung gefährdete. Über die Rampe am Hauptzugang lief – wie wir leider feststellen mußten – nach starken Wolkenbrüchen ebenfalls viel Wasser in den Eingangsbereich. Ein Reinigen der alten Abflußöffnungen schuf hier aber schnell Abhilfe. Nachdem die erste Schicht alter Teerpappe (rund 4 m³) abgenommen war, stellten wir fest, daß die darunter befindliche Deckschicht aus Mörtel – ähnlich einem mit Karies durchsetzten Zahn – völlig marode war und komplett entfernt werden mußte. Darunter befand sich zu aller Entsetzen eine weitere Schicht Teerpappe, die vom Mörtel nicht mehr richtig getrennt werden konnte. Dies bedeutete weitere 25 m³ Sondermüll, der – recht teuer – von einer Fachfirma entsorgt werden mußte. Während an den ersten Bautagen die Sonne zum Teil sehr heftig schien, machte dann immer wieder einsetzender Regen Unterbrechungen nötig.

Immerhin konnte das Dach nach einer Woche mit Kaltbitumen vorgestrichen werden, und die Ansaugrohre für Zu- und Abluft erhielten neue Abdeckungen, damit auch hier kein Regenwasser mehr in die Lüftungskanäle eindringt. Mit Öffnen der Revisionsklappen an den Lüftungsrohren im Inneren kann nun alles in Ruhe trocknen, bevor wir die Filteranlagen weiter instandsetzen. Aufgrund ständigen Regenwetters musste das Verlegen der neuen Dachhaut allerdings ständig unterbrochen werden. So konnten die Bitumenbahnen immer nur in Abschnitten aufgebracht werden.

Die Arbeiten am Dach, bei der sich dankenswerterweise viele Vereinsmitglieder unter der Leitung von Charlie Noack beteiligten, kamen schließlich am Freitag, den 2. September 2005 zum Abschluss, womit auch der geplante zweite Bauabschnitt zur Sicherung und Instandsetzung erfolgreich beendet werden konnte.