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Instandsetzung I Aller Anfang ist schwer...

Bei den zu erledigenden Arbeiten kam es, wie erwähnt, zunächst darauf an, die Anlage zu reinigen. Im Außenbereich musste die über die Jahre von selbst entstandene „Dachbegrünung“ entfernt werden, da sie inzwischen mit der Isolierschicht „eins“ geworden war und somit die Decke wasserdurchlässig gemacht hatte. Der Efeubewuchs der Außenwände wurde allerdings bewußt von uns verschont, da der Betonklotz sich – so „begrünt“ – wohl am besten in die ansonsten fast idyllische Anlage des ehemaligen Krankenhausgeländes einfügt. Im Innenbereich ging es hauptsächlich darum, die Abflüsse freizumachen, den Staub und die Spinnenweben der letzten Jahre zu entfernen sowie die Elektrik zu überprüfen und teilweise instand zu setzen. Während den „Draußen-Arbeitern“ an diesem trüben Dezember-Donnerstag nicht gerade sommerliche Temperaturen, sondern Nebel und Nieselregen beschert waren, kamen die Leute im Inneren ganz schön ins Schwitzen. Die Heizung des Bunkers, angeschlossen an die ehemaligen Krankenhausgebäude, die heute vom Bezirksamt Reinickendorf genutzt werden, funktioniert noch vorzüglich, nur regulieren lässt sie sich nicht, sodass stets „angenehme“ 25 Grad im Bunker herrschen.

Generell ist zum Zustand der Anlage zu sagen, dass dieser erstaunlich gut ist. Elektrik und Belüftung sind noch in Ordnung, das Wasser allerdings ist abgedreht, da man sämtliche Wasserhähne demontiert hat. Die Anlage ist weitestgehend trocken, lediglich in der Schleuse des zugemauerten zweiten Ausgangs ist es etwas feuchter. Einige Fliesen sind locker oder abgefallen, was aber problemlos repariert werden könnte. Wände, Türen, Überdruckventile, usw. befinden sich im Originalzustand. Die Einrichtungsgegenstände wurden zwar entfernt, inzwischen konnten aber allerdings einige Teile, wie z.B. eine Anlage zur Sterilisation des Operationsbestecks, aus einem anderen, völlig verwahrlosten, OP-Bunker in Schöneberg geborgen werden, ebenso die fehlenden Wasserhähne und andere Kleinteile.

Die Arbeiten gingen draußen wie drinnen zügig voran, so daß beim zweiten Einsatz am 16. Dezember „nur noch“ der Rest des „Dachgartens“ entfernt werden mußte. Das Wurzelwerk erwies sich als äußerst widerspenstig, doch wurde die Truppe an diesem letzten Arbeitseinsatz im Jahre 2004 zumindest mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel bei angenehmen 5 Grad belohnt, und Licht, Luft und Sonne sind ja bekanntlich Gaben, die der AG Bauen, Technik und Ausstellung eher selten beschert sind. Bei bester Laune wurde so der Rest der ca. 340 m² großen Dachfläche gesäubert und bester Humus in den vom Bezirksamt freundlicherweise zur Verfügung gestellten Kompostcontainern entsorgt.

Autor: Holger Happel, Reiner JanickStand: 11.07.07 Seitenanfang