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Geschichte

Laut Baubeschluss vom 22. Dezember 1941 wurde im Erwin-Liek-Krankenhaus (dem späteren Humboldt-Krankenhaus) ein OP-Bunker Typ A durch die Baugruppe Pfeil errichtet. An- und Aufbauten sollten „nach dem Endsieg“ vorgenommen werden. Die Rohbauabnahme erfolgte bereits am 20. Februar 1942. Die Bauausführung oblag der Firma Betonbau-Krüger, welche noch am 16. April 1945 (!) eine Mahnung an die Amtskasse über 2300 RM für Schutzbetonarbeiten an den OP-Bunkern schickte. OP-Bunker wurden in Berlin an 25 Stellen errichtet. Typ A war ein Standardbau mit einem OP-Saal. OP-Bunker wurden aber auch mit zwei OP-Sälen und auch als Kreißbunker gebaut. Eine Interessante Nutzungsidee findet sich in einem Schreiben vom 22. Januar 1958: hier wurde durch die Krankenhausleitung des Humboldt-Krankenhauses beim Leiter des Gesundheitswesens angefragt, ob man den Bunker auf dem Gelände zur Ausnüchterung Betrunkener benutzen könne. Dies wurde befürwortet, wenn die Belegungszeit jeweils nicht mehr als 8-10 Stunden andauern würde. Nach dem Umzug des Humboldt-Krankenhauses in einen Neubau am Nordgraben wurde der Bunker zur Einlagerung von Matratzen und Bettgestellen für den Katastrophenfall genutzt.