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Zeitzeugenberichte der Flakhelfer

(Herr K., Flakhelfer, Jg. 1927)
„Zum Kennzeichen, dass wir HJ waren, hatten wir immer eine große Hakenkreuzbinde am linken Ärmel, damit wir keinesfalls mit richtigen Soldaten verwechselt werden konnten.“

(Herr Sch., Flakhelfer, Jg. 1928)
„Die Ausbildung war sehr hart. Sie ist nachher nicht mal in der Wehrmacht so hart gewesen ... Der Luftwaffenhelfer war damals in der Hierarchie im Grunde das wehrloseste Karnickel und wer bis dahin kein Anti-Militarist war, konnte es werden.“

(Herr H., Flakhelfer, Jg. 1927)
“... oder wir mussten mit den Spinden in den Wendeltreppen zwei Treppen tiefer und wieder hoch. Dieses Sinnlose wurde gemacht, um über diese Art und Weise noch Disziplin zu erreichen.“

(Herr Schw., Flakhelfer)
„Der Flakbetrieb war eigentlich eine angenehme Unterbrechung von der Schulzeit, vor den Lateinarbeiten haben wir uns nur gedrückt.“

(Herr H.)
„Dann wurden wir ausgebildet an der 2 cm-Flakkanone und zwar komplett Einzelwaffe und auch Vierling. Diese Art des Trainings wurde eigentlich ohne Murren hingenommen.“

(Herr Sch.)
„Wir haben also Waffentechnik gelernt aus Eigeninteresse, damit man sich wehren konnte, aber gegen die Angst konnte man sich nicht wehren.“

Die Zeitzeugenberichte entstammen der Publikationsreihe zur Ausstellung „Bunker Berg“ des Heimatmuseum Wedding 1995/96