Facebook Twitter RSS Login Sprachen
Schriftgröße
Kontrast

Verwandte Themen

Tagesübersicht
Touren und Veranstaltungen

« April 2012 »
Mo Di Mi Do Fr Sa So
26 27 28 29 30 31 1
4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Wochenübersicht
Touren

  2013  
Kalenderwochen
151617181920
35

Schnellsuche

Flakturm Humboldthain

Flakturm HH -- Titelbild

Am 10. September 1940 wurde auf persönlichen Befehl Hitlers mit der Planung von Flaktürmen begonnen, die den Berliner Innenstadtbereich gegen Bombenangriffe schützen sollten. Im Tiergarten und im Volkspark Friedrichshain wurden die Türme I und II errichtet, den Flakturm Humboldthain betonierte man von Oktober 1941 bis April 1942. Die Flakbunker hoben sich monströs von ihrer Umgebung ab. Die Flakgeschütze sind dabei von einem weiteren, dem sogenannten „Leitturm“, gesteuert worden, dessen gesprengte Reste noch aus einem Trümmerberg an der Gustav-Meyer-Allee herausragen. Im Inneren des Turmes, der für damalige Verhältnisse als absolut bombensicher galt, gab es etwa 15.000 Schutzplätze für die Zivilbevölkerung.

In der Nachkriegszeit wurden die Berliner Flaktürme als militärische Bauwerke von den Alliierten gesprengt. Die Nordseite des Flakturms Humboldthain, der 1948 von französischen Pionieren niedergelegt wurde, blieb deswegen nur als Ruine erhalten. Danach wurden im Volkspark Humboldthain über 1,5 Mio. Kubikmeter Trümmerschutt aufgeschichtet und die Bunkerreste mit einem sogenannten „Mont Klamott“ übererdet.

Nach mehr als 50 Jahren hat der Berliner Unterwelten e.V. nun einen Teil der Bunkerruine wieder begehbar gemacht. Nach Tausenden von Arbeitsstunden konnte das „Richtfest“ am 18. Oktober 2003 gefeiert werden. Geladen waren der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Joachim Zeller, das Grünflächenamt, Freunde und Förderer des Vereins. Seit April 2004 wird in Führungen auch für die Öffentlichkeit der Erfolg sichtbar.