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Eiskeller

Kühlschrank, Klimaanlage, Eismaschine – für uns sind dies heutzutage alltägliche Dinge, über die wir uns keine Gedanken mehr machen. Früher kühlte der Untergrund die Lebensmittel.

Die Nutzung von festen Eiskellern in Deutschland war bis zum frühen 19. Jahrhundert nur den wohlhabenden Grundbesitzern möglich. Eis war ein Luxusartikel, und es galt als Statussymbol, seinen Gästen im Sommer gekühlte Speisen und Getränke anbieten zu können. Der Eiskeller wurde bevorzugt in die Garten- und Landschaftsarchitektur einbezogen und diente zum Beispiel gleichzeitig als Fundament für einen Gartenpavillon oder eine kleine Terrasse.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Berliner Bevölkerung durch die Industrialisierung stark an. Es ergaben sich im Bereich der Versorgung mit Lebensmitteln Probleme, da die Entfernung zwischen den Erzeugern und den Verbrauchern zunahm. Vor allem leicht verderbliche Nahrung wie Milch und Fleisch musste gekühlt werden, um sie transportieren und lagern zu können. Eiskeller wurden daher bei Metzgereien, Molkereien, Hotels, Gaststätten und Bahnhöfen gebaut. Viele Krankenhäuser besaßen Eiskeller, um für therapeutische Zwecke Eis zur Verfügung zu haben. Die mit Abstand größten Eisverbraucher in Berlin waren damals die Berliner Brauereien.

In Berlin und Brandenburg muss es hunderte von Eiskellern gegeben haben. Die meisten Eiskeller sind mittlerweile abgerissen, zugeschüttet oder verfallen. Nur wenige Eiskeller wurden restauriert oder als Überwinterungsquartier für Fledermäuse hergerichtet. Sie stehen überwiegend im Bundesland Brandenburg, da dort oftmals nicht die Notwendigkeit bestand, das Gelände neu zu bebauen. Derzeit sind über 60 vorhandene Eiskeller in Berlin und Brandenburg bekannt, weiteren Hinweisen ist noch nachzugehen.

Die Besichtigung eines Eiskellers ist in Glambeck (Barnim) oder im „Internationalem Fledermaus-Museum Julianenhof“ (Märkisch-Oderland) möglich. Zum Schutz der Bauwerke vor Vandalismus werden hier ansonsten keine Standortangaben gemacht.

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Bauliche Anforderung

Eiskeller wurden angelegt, um im Sommer die Erdbodentemperatur von etwa 9 Grad Celsius zur Kühlung auszunutzen. Die Bodentemperatur entspricht der durchschnittlichen Jahresmitteltemperatur. Häufig beschränkte man sich aus Kostengründen darauf, nur den Eisbehälter unterirdisch zu bauen. Die Lagerräume und der Zugang lagen dabei entweder in einem kleinen Zugangsbauwerk oder wurden anschließend mit einem Erdhügel verdeckt.

Die Anforderungen an einen Eiskeller wurden in vielen Büchern beschrieben, die zwischen 1825 und 1918 herausgegeben wurden.

  • Der Eiskeller erhält eine kühle, geschützte und trockene Lage in nicht zu weiter Entfernung von der Verbrauchsstelle. Die Südseite des Eisbehälters wird entweder durch den Schatten eines benachbarten Gebäudes oder durch die Anpflanzung Schatten spendender, schnellwüchsiger Bäume und Sträucher vor der Einwirkung der Sonnenstrahlen geschützt.
  • Der Eingang liegt nach Norden und ist möglichst klein und möglichst hoch liegend anzuordnen.
  • Der Eisbehälter ist gegen die Bodenwärme und die obere seitliche warme Luft zu isolieren. Dazu werden mehrere Luftschichten in die Mauern der Eiskellerwände eingebaut. Die Luftschichten können auch, falls das Mauerwerk ganz wasserdicht hergestellt wird, mit Torfmull, porösen Schlacken oder Schlackenwolle ausgefüllt werden.
  • Der Eisraum wird möglichst in Zylinderform oder Halbkugelform konstruiert, da hier ein besseres Verhältnis von Oberfläche zum Inhalt besteht als bei einem rechteckigen Raum. Gleichzeitig bietet der runde Grundriss gegenüber dem seitlichen Erddruck einen höheren Widerstand.
  • Das Grund- und Regenwasser ist fernzuhalten. Der Eiskeller darf weder in einer Mulde noch in einem Überschwemmungsbereich stehen.
  • Das Schmelzwasser muss leicht abzuleiten sein, möglichst unter Anwendung eines Wasserverschlusses (Schwanenhals), um den Eintritt warmer Luft durch die Ableitung zu verhüten. Bei einem durchlässigem Untergrund, wie zum Beispiel Kies- oder Sandboden, kann das Schmelzwasser von selbst versickern.
  • Durch die Verdunstung des Schmelzwassers wird die Luftfeuchtigkeit im Eisraum stark erhöht. Diese schlägt sich an den Wänden und vor allem an der Decke nieder und das Kondenswasser tropft von dort wieder auf das Eis, wodurch der Schmelzprozess beschleunigt wird. Bei massiven gewölbten Decken wird das Schwitzwasser deshalb vorteilhaft durch Ablaufrinnen aufgefangen und von diesen seitlich an die Wand geführt.
  • Eiskeller von weniger als 30 Kubikmeter Inhalt sind nicht zweckmäßig, da die Oberfläche im Vergleich zum Inhalt zu groß wird.

Bevor im Winter das Eis eingebracht wurde, mussten sämtliche Türen des Eisraumes bei Frost geöffnet werden, sodass der Eisraum ausdünsten und abkühlen konnte. Die Eisstücke mussten dicht gelagert werden. Ein festes Zusammenfrieren der einzelnen Stücke wurde durch Aufschütten von Salz auf jede Schicht erreicht.

Ein Konstruktionsproblem hatten die Eiskeller häufig: Wenn der Eisraum tiefer als der Kühlraum lag, war eine ausreichende Kühlung am Ende des Sommers nicht mehr sichergestellt. Sobald der Eisvorrat so weit geschmolzen war, dass seine Oberkante tiefer lag als der Kühlraum, sammelte sich die kalte Luft in der Eisgrube; die warme Luft stieg nach oben.

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Oberirdische Bauarten

Unter Eiskeller versteht man nicht nur solche Eisbehälter, welche sich entweder ganz oder bis etwa zur halben Höhe in der Erde befinden, also dem Begriff „Keller“ entsprechen. Das Wort „Eiskeller“ war mehr ein Synonym für „Eislagerraum“. Auch oberirdische Eishäuser wurden häufig als Eiskeller bezeichnet. Vor allem in Gebieten mit einem hohen Grundwasserspiegel wurden diese Bauwerke bevorzugt oberirdisch angelegt.

Die „Eismiete“ ist die einfachste Form der Eislagerung, da sie nur aus einem Holzgestell besteht, das mit Stroh oder Schilf bedeckt ist.Der Boden wird trichterförmig ausgehoben und mit einer Schüttung von Steinen in Faustgröße bedeckt. Darauf wird noch eine Lage Bretter, Reisig oder Stroh als Unterlage des Eises aufgebracht. Darüber erhebt sich ein mit dicker Rohr- oder Stroheindeckung hergestelltes steiles Zeltdach. Der Eingang erhält zwei kleine Türen, welche auf ihren äußeren Seiten mit Torfmull oder Strohmatratzen zu füttern sind. Zum Fernhalten des Regenwassers wird die Grube mit einer Rinne umgeben.

Eishäuser in Holzfachwerk, damals auch ‚amerikanische’ Eishäuser genannt, waren eine preiswerte Alternative zum massiven Eiskeller. Die Eishäuser hatten eine doppelte Holzwand mit einem mindestens 40 Zentimeter breiten Zwischenraum, der mit Holzwolle, Schlacke oder Torf gefüllt wurde. Der Dachboden war dagegen aus Gewichtsgründen häufig mit Stroh ausgefüllt. Sie waren in mehreren Krankenhäusern vorhanden, so zum Beispiel in der Berliner Charité, im Zentral-Militärhospital zu Tempelhof (dem heutigen Wenkebach-Krankenhaus) oder auch im Krankenhaus Friedrichsfelde. Von diesem Bautyp ist kein Exemplar mehr erhalten.

Eishäuser aus Stein erwiesen sich natürlich als wesentlich haltbarer und feuersicherer, ihr Bau war dementsprechend auch teurer. Die Isolierung erfolgte hier durch Hohlmauern, in denen nach Möglichkeit zwei bis drei Luftschichten eingebaut waren. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden Kork und Kieselgur als neuartige Isolierstoffe eingesetzt. In den oberirdischen Eishäusern war das Kühlverhalten wesentlich besser als im Eiskeller, da das Kühlgut tiefer lag als die Oberkante des Eises. Dafür musste das Eis allerdings beim Einlagern nach oben transportiert werden.

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Brauereikeller

Beim Brauen von untergärigem Bier ist man auf eine wirksame Kühlung angewiesen. Neben der raschen Abkühlung der heißen Würze auf eine Temperatur von 4 bis 6 Grad Celsius und der Kühlung der Gärkeller auf diese Temperaturen muss der Lagerkeller auf Temperaturen von maximal 2 Grad Celsius gehalten werden. Bei einer Brauerei von 20.000 Hektoliter jährlicher Produktion wurde mit einem Verbrauch von 2.500 Tonnen Eis gerechnet.

In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts waren Brauereien und Lagerkeller teilweise sogar noch auf getrennten Grundstücken untergebracht, so zum Beispiel bei Patzenhofer, der Bötzowbrauerei und dem Vorgänger der Spandauerberg-Brauerei. Das Bier musste dann in der Temperatur, wie es vom Kühlschiff kam, mit dem Fuhrfass nach dem Lagerkeller gefahren werden und konnte erst dort gekühlt werden. An ein Brauen im Sommer war unter solchen Umständen natürlich nicht zu denken. Erst mit dem Neubau der großen Brauereigebäude wurde dieses Problem beseitigt. Die Baugewerks-Zeitung berichtet 1886: „Die im Sommer d. J. dem Betrieb übergebene neue Bötzow’sche Brauerei liegt an der Ecke Prenzlauer Allee und der Saarlandstr. und ist unter Benutzung eines dort gelegenen Gährkellers nach dem Entwurfe des Ingenieurs Lipps in Dresden erbaut worden. […] Der vorhandene Gährkeller hat bei der neuen Anlage als Lagerkeller Verwendung gefunden. Derselbe war von vorneherein derartig fundiert, dass die neu errichteten Gebäudetheile ohne Weiteres auf die vorhandene Konstruktion aufgesetzt werden konnte.“

Die Gär- und Lagerkeller der Großbrauereien erstreckten sich über mehrere 100 Quadratmeter und lagen teilweise übereinander in zwei Etagen. Daher war eine wirksame Luftzirkulation erforderlich, um die ausgedehnten Lagerräume gleichmäßig zu kühlen. Dazu wurde der Eisraum höher gelegt als der zu kühlende Raum. Die kalte, schwere Luft aus dem Eisraum sank auf den Boden und verdrängte die erwärmte Luft aus dem Keller. Leere Lagerräume waren von der Kühlung abzutrennen, damit der Eisverbrauch möglichst niedrig gehalten werden konnte. Eine ausreichende Lüftung war außerdem notwendig, um Schimmelbildung zu verhindern und um das beim Gärungsprozess entstehende Kohlendioxid abzuführen.

Nach Einführung der Kältemaschinen ab den 1870er Jahren konnten die vorhandenen Eisräume, die bis zu einem Viertel des Kellers belegten, als zusätzliche Lagerfläche genutzt werden. Die erste Eismaschine in einer Berliner Brauerei wurde 1877 in der damaligen Vereinsbrauerei Rixdorf aufgestellt. Nach der Angabe in „Berlin und seine Bauten“ von 1877 handelte es sich um eine Kaltluftmaschine vom System Windhausen-Nehrlich, die stündlich etwa 3.000 m³ kalte Luft von 40 bis 50 Grad unter Null liefern konnte. Trotz dieser Kältemaschine wurde ein Eiskeller gebaut, der 150.000 Zentner Eis aufnehmen konnte. Ob dieser Eiskeller allerdings jemals für die Lagerung von Eis genutzt wurde, ist nicht überliefert. Er diente vielleicht nur als Reserve für den Fall, dass die Kältemaschine ausfallen würde.

Alle großen Berliner Brauereien stellten ihre Kühlung möglichst schnell auf die Kältemaschine um. Neben der Unabhängigkeit von den Temperaturen im Winter hatte die Kältemaschine noch einen weiteren Vorteil: Die Luftfeuchtigkeit in den Kellern konnte wesentlich gesenkt werden.

5547_Eiswerke

Eiswerke

Die Geschichte der Eisindustrie begann in Deutschland nach 1840 mit der Gründung der Eiswerke Thater in Berlin. In den folgenden Jahrzehnten wurden in Berlin und Umgebung Dutzende von Natureiswerken gegründet. Sie bestanden in der Regel aus einem oder mehreren Holzschuppen, die sich direkt am Gewässer befanden. Neben der Spree und der Havel dienten kleine Seen zur Eisgewinnung. Für einige Natureiswerke wurden Eisteiche anlegt, die als flaches stehendes Gewässer schnell zufroren und eine ebene Oberfläche hatten.

Sobald das Eis die notwendige Tragfähigkeit für die Arbeiter und die Pferde besaß, konnte mit der Eisernte begonnen werden. Zuerst wurde der lose Schnee und mit ihm auch alle oberflächlichen Verunreinigungen vom Eis entfernt. Dann konnte bei Bedarf als nächstes das Eis mit einem Eishobel geglättet werden. Anschließend schnitt ein von Pferden gezogener Eispflug Furchen in das Eis. Durch eine seitliche Führung wurden die Eistafeln in gleichmäßig große rechteckige Stücke eingeteilt. Eine derartige Platte von 60 cm Breite und 80 cm Länge wog bei einer Eisstärke von 20 cm etwa 100 Kilogramm. Da sich die Eisschollen am leichtesten im Wasser schwimmend transportieren ließen, sägte man einen Kanal in die ganze Eisfläche bis unmittelbar an die Speicher und schob die Platten dann mit Haken vor die Elevatoren. Dies waren Stetigförderer, welche die Eisblöcke direkt aus dem Wasser in die Schuppen hoch schieben konnten, vergleichbar einem Fließband.

In einem Bericht der Deutschen Bauzeitung von 1871 wurden bei den Norddeutschen Eiswerken in Rummelsburg neun Holzschuppen genannt. Sie waren 55 Meter lang, 12,5 Meter breit und in ihnen konnte das Eis fast 10 Meter hoch gestapelt werden. Das gesamte Speichervolumen der neun Schuppen lag bei über 50.000 Tonnen Eis.

Abbildungen von Eiswerken sind sehr selten. Die meisten Standorte lassen sich nur durch einen Blick in alte Stadtpläne oder durch den Eintrag in die Berliner Adressbücher nachweisen. Dabei ist zu beachten, dass die Angaben in den Adressbüchern nicht vollständig sind. Die Eiswerke konnten bereits längere Zeit vorher bestehen, bevor sie das erste Mal im Adressbuch aufgenommen wurden. Dies gilt vor allem für diejenigen Vororte, die damals noch nicht zu Berlin gehörten.

Die folgende Liste ist ein Auszug aus den Berlinern Adressbüchern von 1865 bis 1920. Die Jahreszahlen in den Klammern beziehen sich auf die Einträge in die Berliner Adressbücher und nicht auf das tatsächliche Bestehen der Eiswerke.

  • Norddeutsche Eiswerke, Rummelsburger See (eingetragen ab 1870)
  • Aelteste Berliner Eiswerke Louis Thater Residenzstraße 31 (eingetragen ab 1870, gegründet bereits 1840)
  • Carl Thater, Große Berliner Eiswerke, Am Spandauer Schiffahrtskanal (1890 – 1915)
  • Colberg, Polar-Eiswerke, Am Spandauer Schiffahrtskanal (1880 bis 1890; wurde von Thater übernommen)
  • Eiswerke Moabit, Plötzensee (1875 – 1890)
  • Piehler & Sohn, Rixdorf, Berliner Str. 42 (1880 – 1885)
  • Teltower Eiswerke, Friedrichstraße 51 (1880, vermutlich nur Verkaufstelle, das Eiswerk lag am Teltower See)
  • Märkische Eiswerke, mehrere Standorte an verschiedenen Güterbahnhöfen (1890 – 1915, vermutlich nur Verkaufsstelle)
  • Deutsche Eiswerke, Rummelsburg Fischerstraße 4 (1895 – 1910)
  • Oranienburger Eiswerke, Alter Lehrter Güterbahnhof (1895 – 1920, vermutlich nur Verkaufsstelle)
  • Reinickendorfer See-Eiswerke und Badeanstalt, Residenzstr. 49 (1910)
  • Eiswerke Hohenschönhausen, Orankesee 41 – 49 (1910 – 1920)
  • Mudrack, Residenzstr. 120 (eingetragen ab 1910, gegründet bereits 1856).
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Das Ende der Eisindustrie

Die Eisbildung auf den Gewässern war selbstverständlich von der Witterung im Winter abhängig. Nach warmen Wintern reichte das Eis mehrfach nicht aus, um den Bedarf zu decken, und so wurde es unumgänglich, Eis zu importieren. 1894 mussten 350.000 Tonnen Eis nach Deutschland eingeführt werden. Einer der größten Eisexporteure war Norwegen. Zudem gab es bei Natureis hygienische Probleme, da es sich um ungereinigtes Oberflächenwasser handelte, und selbstverständlich Bakterien und Keime enthielt.

Erste Kühlmaschinen standen seit Mitte des 19. Jahrhunderts bereit. Sie waren aber noch nicht für den industriellen Dauereinsatz geeignet. In den 1870er Jahren entwickelte Carl von Linde (1842 – 1934) seine Kältemaschinen. Zunächst wurden sie nur in großen Betrieben eingesetzt, da es sich um tonnenschwere Anlagen handelte, und für ihren Betrieb eine Dampfmaschine sowie ein Kesselhaus vorhanden sein mussten. Vor allem die Großbrauereien stellten die Kühlung der Keller schnell von Natureis auf die neuen Kühlmaschinen um. Nach 1900 wurden die ersten Berliner Kunsteisfabriken gegründet, die mit Kältemaschinen Eis produzierten und es als Stangeneis an Gewerbebetriebe und die Bevölkerung verkauften, zum Beispiel

  • 1901 – Gesellschaft für Markt- und Kühlhallen (Kreuzberg),
  • 1911 – Eisfabrik Mudrack (Reinickendorf) und
  • 1914 – Norddeutsche Eiswerke (Mitte).

Spätestens nach dem Ersten Weltkrieg wurden neue Eiskeller überflüssig. Zur Kühlung baute man nur noch oberirdische Kühlhäuser, so wie wir sie heute noch kennen. Durch die Nutzung von elektrischen Kompressoren konnten Kühlmaschinen überall eingesetzt werden. Im privaten Bereich nutzten die Menschen aber weiterhin noch lange Zeit das Stangeneis. Erst ab den 1950er Jahren setzte sich auch auf diesem Gebiet der Kühlschrank durch. Damit endete die große Zeit der Eisindustrie.

Weitergehende Informationen 

Webseite Eiskeller in Brandenburg: Eiskeller-Brandenburg.de

Hinweis 

Dieser Artikel erschien in der Schattenwelt, Ausgabe 2008.

Autor: Norbert HeintzeStand: 16.01.17 Seitenanfang