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Die Panzertür vom Zoobunker

Erst bot sie Schutz, dann war sie beerdigt und später verloren gegangen. Doch jetzt ist es gelungen, die Spur eines Ungetüms aufzunehmen: der schweren Stahltür des Flakbunkers Zoo, der, von den Engländern gesprengt, dann von den Deutschen übererdet und wieder freigelegt, schließlich von der OXYGEN gesprengt wurde. Vermutlich wurde sie auf dem Gelände des Bauhofes des Abrißunternehmens Zoo in der Hertzallee in den 50er Jahren zwischen all dem Betonschutt gefunden. Sie konnte nicht zusammengepreßt werden wie alle anderen Eisen- und Blechteile, sie konnte nicht geschnitten werden wie die Bewehrungseisen. Die 6 cm starke und über 2 m hohe sowie über 1m breite Panzertür fand Verwendung in den Werkstätten des Berliner Zoos, der das Gelände des ehemaligen Bauhofes übernommen hatte. Die Verwendung: Schweißtisch. Allerdings gibt es keinen Anhaltspunkt auf ihre ursprüngliche Verwendung, weder Griffe noch Öffnungen, Gravuren oder identifizierbare Ausformungen. Es war dem Biologen und Leiter der Zoo – Werkstätten Heiner Klös zu danken, daß er auf Anfrage der Herkunft dieses Schweißtisches nachging und die Antwort erhielt, die stamme vom Zoobunker. Und da der Zoo ein tradionsbewußtes Unternehmen ist, käme diese schwere „Tischplatte“ auch nicht fort. Falls doch eines Tages die Stahltür für den Zoo entbehrlich werden sollte, würde sie ein wunderbares Exponat für den Flakturm Humboldthain abgeben. Links die ersten Fotos dieses Ungetümes.

Autor: Michael FoedrowitzStand: 21.08.07 Seitenanfang