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Washington Down Under Oder: Wie ich beinahe die transatlantischen Beziehungen zu Fall brachte

Vom 31. Januar bis zum 27. Februar 2004 weilte ich zu Archivstudien in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Den ersten Erkenntnisgewinn – oder vielmehr: die Bestätigung dafür – erhielt ich schon während des Fluges. Ja, es stimmt also doch: Verdunkelung macht Sinn, und wir erklären unseren Gästen bei den Führungen im Eingangsbereich zum Bunker B unter der „blauen Laterne“ genau das Richtige.
Nachdem ich den weitgehend wolkenverhangenen Atlantik passabel und komfortabel mit dem British Airways Flug BA 223 überquert hatte, klärte sich der Boden unter mir (so muß es ja aus der Perspektive eines Fliegers wohl folgerichtig heißen) aber noch rechtzeitig über dem schneebedeckten nordamerikanischen Kontinent auf. Wir passierten Boston, ließen New York links liegen und querten den eisüberzogenen Delaware River wie weiland George Washington im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Der John Foster Dulles Flughafen liegt ca. 50 km außerhalb des „Districts of Columbia“ (das bedeutet die Abkürzung DC nämlich), und zum Zeitpunkt des Touchdowns, gegen 18.35 Uhr Ortszeit, dunkelte es jahreszeitbedingt schon zu dieser Stunde, so dass die Lichter der Capital City in der Ferne als ein breiter, orangefarbener Streifen gut auszumachen waren. Je niedriger die Flughöhe im Anflug auf den Flughafen wurde, desto mehr Einzelheiten waren zu erkennen. Insbesondere die zahlreichen Ausfallstraßen in die Umgebung, in die benachbarten Bundessstaaten Maryland und Virginia, mit ihrem lebhaften Verkehr.

Ich wunderte mich zwar zunächst etwas darüber, daß die allermeisten Autos aus dem Innenstadtbereich in die Vororte herausdrängten, aber so gut wie keine hinein wollten. Doch es war ja die Zeit des Berufsverkehrs, der „Rush Hour“, noch dazu kurz vor dem Wochenende. Erst später dämmerte es mir, und auf dem Rückflug wurde es mir dann ganz klar: die Heimkehrer kamen mir entgegen und zeigten mir das strahlende Antlitz ihrer vorderen Scheinwerfer. Natürlich fuhren auch viele Leute in die Stadt, das konnte ja gar nicht anders sein. Aber die rötlich schimmernden, viel lichtschwächeren Rücklichter waren so gut wie überhaupt nicht zu erkennen, es sei denn, man strengte seine Augen besonders gut an, oder es kam vor einer Ampel zu einem kleinen Stau. Nun verstand ich plötzlich, wie Verdunkelungsmaßnahmen während des letzten Krieges gewirkt haben mussten, und sie funktionierten. Unbewußt hatte ich mir also die Perspektive eines angreifenden Bombenpiloten angeeignet, und wäre dem so gewesen, hätte ich dann wahrhaftig nicht allzu viel zu sehen bekommen.

Wer von der Spree an den Potomac kommt und die Eingewöhnungszeit hinter sich gebracht hat, dem werden recht schnell die vielen Ähnlichkeiten zwischen den beiden „Capital Cities“ auffallen. Natürlich, beide sind sie Stadtstaaten, reichlich verschuldet, nicht gerade die beliebtesten einer in ihren jeweiligen Ländern, und beide sind sie keineswegs unbedingt Welt-Metropolen, auch wenn dort Welt- bzw. Nationalpolitik reichlich betrieben wird. Vielleicht gerade deshalb. Es gibt – oder gab – ähnliche postalische Stadtteilbezeichnungen wie: SW oder NW -, jeweils eine Umgehungs-Autobahn (in Washington heißt er „Great Beltway“, bei uns: Berliner Ring), auch tragen zwei Eishockey-Teams den gleichen Namen, „Hauptstädter“, „Capitols“ eben. Wenngleich es Washington nicht – wie Berlin im Jahre 1920 – durch Eingemeindung der Vororte zu einer erheblichen Vergrößerung des Stadtgebietes gebracht hat – das eigentliche „DC“ hat eine Gesamtfläche von 67 Quadrat-Meilen, 607.000 Einwohner, so sind die Zahlen für die erweiterte „Metropolitan Area“ – welche auch die umliegenden Counties (wörtlich: Grafschaften!): Charles, Calvert, Frederick, Montgomery, Prince George in Maryland sowie: Arlington, Fairfax, Loundon, Prince William und Stafford in Virginia umfaßt – durchaus mit denen Berlins vergleichbar: 3.924.000 Einwohner auf 3.957 Quadrat-Meilen.

Und natürlich gibt es hier wie dort eine Untergrundbahn [Abb. 3], in Berlin hat sie eine Gesamtlänge von 177 Kilometern, in Washington heißt sie „Metro“ und verfügt über 103 Meilen, also etwa 165 km, verteilt auf fünf verschiedenfarbige Linien (rot, orange, blau, grün, gelb) mit insgesamt 83 Stationen. Die Washingtoner Metro ist noch vergleichsweise jung, obgleich die Planungen dafür bis in die fünfziger Jahre zurückreichen. Eine erste Linie im Innenstadtbereich wurde 1976 in Betrieb genommen, die letzten Lücken im Jahre 2001 geschlossen, und gegenwärtig sind drei weitere Bahnhöfe in Bau, die voraussichtlich noch 2004 fertig gestellt werden. Wer sie zum ersten Mal betritt, mag sich vorkommen wie bei einer Begegnung mit den Sandwürmern in den berühmten Roman-Zyklus: „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert [Abb. 2]: die Rolltreppen ähneln dem Schlund dieses gigantischen Gewürms – auch in den Ausmaßen, und in den Bahnhöfen selbst, die sehr düster gehalten sind und fast ohne Werbung, jedenfalls aber ohne Verkaufsstände auskommen, fühlt man sich wie im Verdauungstrakt des Sandwurms (eine Situation, die in den Roman-Verfilmungen so nie zu sehen ist!).

Gewöhnungsbedürftig ist für den neu angekommenen Besucher das Fahrkartenverkaufssystem mit den sogenannten „Farecards“, die man benötigt, um die Absperren, die es in jedem Bahnhof gibt, durchschreiten zu können. Für den Nichteingeweihten mögen die Hinweise nützlich sein, welche die Washingtoner Verkehrsgesellschaften „Metrorail“ bzw. „Metrobus“ ihren Kunden in eigenen Broschüren an die Hand gibt, denn vor den Verkaufsautomaten sieht man mitunter den Wald vor lauter Bäumen nicht: „A. Wie man die Metro benutzt: 1.) Jeder Fahrgast benötigt eine „Farecard“, eine Zeitkarte oder eine SmarTrip Card. 2.) Die Fahrpreise betragen zwischen $ 1.20 und $ 3.60. Die Preise von einer Station zur anderen sind jeweils auf den einzelnen Bahnhöfen am Informationsschalter sowie unter den großen Netzkarten angegeben. 3.) Reguläre Fahrpreise sind gültig: wochentags zwischen 5.30 und 9.30 sowie zwischen 15.00 und 17.00. Zu den übrigen Zeiten gelten die ermäßigten Fahrpreise [und zwar für alle Fahrgäste gleichermaßen, soweit sie nicht über besondere Fahrausweise verfügen, I.A.]. B. Wie man einen Fahrschein erwirbt: 1.) Folgen Sie den einfachen Anweisungen an der Vorderseite der Fahrscheinautomaten. 2.) Eine Audio-Stimme hilft Ihnen dabei, Ihren Fahrschein-Kauf am Automaten reibungslos zu erledigen. 3.) Die Automaten akzeptieren Bargeld und Kreditkarten. 4.) Bitte benutzen Sie kleine Geldscheine. Die Automaten geben einen Betrag bis zum $ 5 heraus, allerdings in Münzen.“ Alles verstanden auf Anhieb? Beim ersten Mal verstand ich persönlich im wahrsten Sinne des Wortes nur „Bahnhof“.

Allerdings gewöhnt man sich rasch daran. Gewertet wird nur der Moment des Eintritts in einen U-Bahnhof und das Verlassen an einem anderen – nicht allerdings die Zeit dazwischen, so dass, wer will, beliebig lange in der U-Bahn surfen kann. Auf diese Weise war mir dann auch am 16. Februar 2004, dem Geburtstag George Washingtons, gegen 18.00 Uhr der kleine Triumph vergönnt, sämtliche U—Bahnstationen im gesamten Netz mindestens einmal abgefahren zu haben. Und zwar zu einem recht günstigen Preis, weil ich dabei zwar alle Tarifzonen durchfahren, die U-Bahn aber in der günstigsten Zone wieder verlassen hatte. Auf allen fünf Linien liegen die Vorortstationen oberirdisch, so dass auf diese Weise auch ein recht beachtlicher Eindruck von der Umgebung der US-amerikanischen Hauptstadt gewonnen werden kann.

In einem Punkt allerdings hat Berlin Washington die Nase voraus: nämlich was den durchgehenden Nachtverkehr am Wochenende betrifft. In DC verkehren die letzten Züge während der Woche etwa gegen 0.30, am Wochenende etwa gegen 3.00 morgens. Ein 24-Stunden-Betrieb der U-Bahn lohne sich nun einmal nicht in einer Stadt der Frühaufsteher, meint ein Kolumnist der Washington Post: „Wir sind nun einmal keine Nacht-Burg [im Original: „an all-night burg“, I.A.]. Und das waren wir auch nie. … Erstens schließen die Bars bereits um 2.00 in der Früh, und das wird sich sobald auch nicht ändern. Auch verkehren am Wochenende ja die Züge bis etwa um diese Zeit. Zweitens sind die allermeisten Touristen, wenn es Mitternacht schlägt, längst in ihren Hotelbetten verschwunden. Ein unkonventioneller Tourist, der sich die Sehenswürdigkeiten in den frühen Morgenstunden anschauen wollte, hätte auch keine besondere Freude daran. Die Monumente und Gedenkstätten sind in der Regel geschlossen, und solche, die doch „offen“ sind, wie z.B. das Denkmal für die Gefallenen des Vietnamkriegs, sind in der Dunkelheit, wenn überhaupt, nur sehr schwer auszumachen. Drittens aber: dies ist eine Frühaufsteherstadt, und das war schon so seit den Tagen George Washingtons.“ Soweit zum Thema Washington als Weltstadt.

Entwickelt sich diese Stadt dann aber wenigstens zu einer „Underground City“, wie Benjamin Forgey, ebenfalls in der Washington Post suggeriert? [Abb. 5]. Einiges spricht dafür. Gemeint ist in diesem Fall einmal das Projekt einer untergründigen Verbindung für Touristen zum monumentalen, obelisken Washington-Denkmal mitten auf der berühmten Mall. Etwa zeitgleich hat vor geraumer Zeit der Kongress beschlossen, das Besucherzentrum für das amerikanische Parlament ebenfalls in den Untergrund zu verlegen. Im Herbst 2005 soll dieses ehrgeizige, 368 Millionen US-Dollar teure und damit größte subterrane Projekt in der Geschichte der Hauptstadt fertiggestellt worden sein; die Baukräne sind heute schon auf dem Capitol Hil unübersehbar. Doch es gibt noch weitere Indizien, die für einen interessanten Untergrund sprechen, und zwar sowohl in DC selbst als auch in dessen weiterer Umgebung. Um den Vergleich mit Berlin weiterzuführen: an der Spree gibt es den Eiskeller, am Potomac den Ortsteil: „Foggy Bottom“ (auf deutsch etwa: Nebelgrund“, was darauf hindeutet, daß es an diesem Ort einmal ähnlich ungemütlich gewesen sein dürfte). Heute befindet sich an dieser Stelle das US-State Department, früher aber hieß dieser Ort einmal „Hamburg“, war der Sitz einer kleinen Kolonie deutscher Einwanderer. Davon ist nur noch ein Relikt übriggeblieben, nämlich die „Foggy-Bottom-Brauerei“ des deutschen Brauherrn Christian Heurich .

Abgesehen davon, dass Bier in den USA entweder sauteuer oder sauschlecht ist, hat man bei den Produkten dieses Hauses – „Ale“ oder Lager“ – auch als kontinentaleuropäischer Biergenießer das Gefühl, einigermaßen geschmacklich und auch preislich zu Hause zu sein. Davon kann man sich z.B. im „Brickskeller“ in der 22. Straße im Nordwesten Washingtons überzeugen, der Kneipe mit der angeblich weltweit größten Auswahl an Bieren, von 'A`' wie Argentinien (Quilmes) bis 'V' wie Vietnam (Thirty Three Ba M'Ba). Eindrucksvoll ist die Ausstellung zur historischen Entwicklung der Bierdose in den Vereinigten Staaten von Amerika allemal.

Berlin hat die Zitadelle in Spandau und war selbst einmal eine Festungsstadt. Wie Washington auch. Davon zeugen einige Namen von Stadtteilen wie z.B. Fort Totten, Fort Ward in Alexandria oder Fort Lesley McNair. Was darauf zurückzuführen ist, daß während des Amerikanischen Bürgerkriegs, im Jahre 1864, die Hauptstadt mit einem provisorischen Ring von Erdwällen, Zeltlagern, provisorischen Krankenhäusern usw. ausgerüstet wurde, um gegen Attacken der jeweils anderen Bürgerkriegspartei verteidigt zu werden. Am 12. Juli 1864 begab sich Abraham Lincoln, nachdem er vormittags noch ordnungsgemäß eine Sitzung seines Kabinetts geleitet hatte, nach Fort Stevens [Abb. 6] in den Norden der Stadt, um von dort einen Angriff der Südstaatler zu verfolgen, der als „Battle at Fort Stevens“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Mit seinem großen Zylinder war der Präsident, der bekanntlich nicht gerade der kleinsten Männer einer war, eine ideale Zielscheibe. Nur knapp entging er, dank der Bemühungen seiner Offiziere, dem Gewehrfeuer der Konföderierten.

In seiner Funktion als Regierungszentrale der Vereinigten Staaten verfügt Washington – in dieser Hinsicht vergleichbar mit Berlin, Hauptstadt der DDR, zudem über ein umfangreiches Netz an geheimen Tunneln und Bunkern für die verschiedenen Staatsorgane, in der weiteren und näheren Umgebung. Sehr nett ist die Geschichte des geheimen Spionagetunnels. Im März des Jahres 2001 berichtete die Washington Post, wie stolz der FBI gewesen wäre, einigen ausgewählten Politikern und Sicherheitsbeamten einen auch heute noch geheim gehaltenen Tunnel unter der ehemaligen Sowjetischen und jetzigen Russischen Botschaft an der Wisconsion Avenue, unweit der National Cathedral zeigen zu können. [Abb. 4].

Dieser Tunnel wurde in den fünfziger Jahren errichtet, um den geheimen Funkverkehr der sowjetischen Botschaft, die an einem der höchstgelegenen Punkte Washingtons, etwas nördlich von Georgetown gelegen, errichtet wurde. Er führte vom Kellergeschoß eines eigens dafür seitens der Regierung aufgekauften Wohnhauses am Mount Alto zwischen der Wisconsin Avenue und der Tunlaw Road direkt bis unter die Botschaft. Der Witz an der ganzen Sache: die Sowjets zeigten sich davon nicht wirklich überrascht. „Zu glauben, dass es unter der Botschaft keinen Tunnel gebe, wäre ziemlich dumm“, meinte ein langjähriger Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes. Und dumm sind die sowjetischen Behörden wahrlich nicht geblieben, denn auch in diesem Fall gab es einen Doppelagenten, Robert P. Hanssen mit Namen, der die Sowjets beizeiten von der Existenz dieses Tunnels unterrichtete. Ihm wird gegenwärtig der Prozess gemacht, wegen seiner angeblich mehr als fünfzehnjährigen Spionagetätigkeit für Moskau. Auch im Kalten Krieg gibt es also erstaunliche Parallelen zwischen der deutschen und der amerikanischen Hauptstadt.

Ach ja, einen habe ich dann doch noch. Nämlich die Library of Congress, diesen Ort der Erhabenheit, des Wissens und der Gelehrsamkeit, die größte Bibliothek der Welt. [Abb. 7]. Mit ihren unglaublichen Beständen ist sie natürlich ein Traum für jeden Forscher, denn man kann hier alles und nichts finden, sogar den Inhalt der Jackentasche von Abraham Lincoln am Tage seiner Ermordung im Ford Theatre. Untergründig sind sie auch: die drei Gebäude – benannt nach den Präsidenten Jefferson, Adams und Madison – sind durch ein ausgeklügeltes Tunnelsystem miteinander verbunden, so dass die Leser nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind, wenn sie von einem Lesesaal in den anderen eilen wollen oder müssen.

Deren Leiter, James H. Billington, seines Zeichens der „Librarian of Congress“, vom Präsidenten höchstselbst ernannt, verfügt über ein beachtliches öffentliches Ansehen, jedenfalls nicht zu vergleichen mit dem des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Als solches lädt der Chefbibliothekar kraft der Autorität seines Amtes einmal jährlich in das Coolidge Auditorium (vergleichbar in etwa mit dem Otto-Braun-Saal in der Staatsbibliothek) ein, zu den öffentlichen „Henry Alfred Kissinger Lectures“ über gewichtige Themen der Weltpolitik. Das war am 11. Februar wieder der Fall, zu Gast war George Shultz, der ehemalige Außenminister unter Papa Bush, der über das Thema „Eine Welt im Wandel“ sprechen sollte. Auf wiederholtes Nachfragen meinerseits erfuhr ich: ja doch, die Veranstaltung ist öffentlich, da kann jeder hingehen. Also nutzte ich diese einmalige Chance, jedenfalls ein klein wenig in die Nähe der Schaltzentralen der Macht zu gelangen. Und begab mich also rechtzeitig, eine gute halbe Stunde vor Beginn, von meinem Arbeitsplatz im zwei Etagen über dem Auditorium gelegenen Lesesaal zum Ort des Geschehens, fletzte mich völlig entspannt in meinen Sitz am Rande des Ganges und streckte meine Beine aus. Bis ich einen sanften Druck auf meiner Schulter spürte. Es war ein Leibwächter, der mich aufforderte, meine Füße zurückzuziehen. Keine Minute zu früh, denn da sauste er auch schon heran, der Meister der Diplomatie und Namenspatron dieser Vorlesungsreihe, Heinrich Kissinger aus Fürth in Bayern, mit seinen weit über 80 Jahren immer noch von beeindruckender körperlicher Fitness. Bei seinem Tempo wäre er in kürzester Zeit über meine klitzekleinen Füßchen gestolpert. Nicht auszudenken, welche Turbulenzen in den gegenwärtig eh schon genug angespannten transatlantischen Beziehungen ausgelöst worden wären, wenn ich diesen Dinosaurier der Weltpolitik zu Fall gebracht hätte! So kann es halt gehen… Alles in allem waren jedenfalls die vier Wochen natürlich viel zu kurz, aber doch mehr als aufschlußreich. Es wird ganz sicher nicht mein letzter Abstecher an den Potomac River gewesen sein.

Autor: Ingmar ArnoldStand: 16.03.10 Seitenanfang