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Die Brauerei Pfefferberg

Beim „Tag des offenen Denkmals 2006“ war auch die ehemalige Brauerei Pfefferberg zu besichtigen. Sie liegt an der Schönhauser Allee 176 in Prenzlauer Berg. Von der Straße aus ist sie aber nicht zu erkennen, da das Grundstück sich kreuzförmig über mehrere Hintergrundstücke erstreckt. Der bayerische Braumeister Pfeffer hat hier bereits um 1841 erste Teile des Geländes erworben, um ein Restaurationsbetrieb vor den Toren Berlins – oder genauer gesagt vor dem Schönhauser Tor – einzurichten. Das Gelände wurde nach und nach erweitert und der Brauereibetrieb vergrößert. Noch erhalten sind heute unter anderem die Gebäude der Flaschenabfüllung, der Stall, das Kraftwerk und die Mälzerei. Sogar eine Pferdetreppe lässt sich noch erkennen, wenn auch die Stufen anscheinend vor Jahrzehnten erneuert worden sind.

1919 wurde die Brauerei von Schultheiß aufgekauft und der Betrieb eingestellt. Und schon gab es einen Konkurrenten weniger! Daher gibt es leider keine alte Brauereitechnik mehr zu bewundern. Die Gebäude wurden dann von der Hoffmann Schokolade Kommanditgesellschaft belegt, nach 1929 befand sich hier eine Bäckerei. Im Zweiten Weltkrieg soll es hier eine „kriegswichtige“ Produktion unter dem Einsatz von Zwangsarbeitern gegeben haben. Ab 1943 wurden außerdem Luftschutzräume eingerichtet, in denen sich aber nur noch einige wenige Wandanstriche finden lassen.

In der DDR wurden die Gebäude zum Teil als Druckerei des „Neuen Deutschland“ genutzt. 1999 kaufte die gemeinnützige Stiftung Pfefferwerk die Gebäude und saniert sie seit 2001. Zu einer Brauerei gehören selbstverständlich auch umfangreiche Keller, die ebenfalls besichtigt wurden.

Die Gewölbe beeindrucken vor allem durch ihre Höhe, teilweise sind sie bis zu neun Meter hoch. Die Tür im Bild auf der nächsten Seite links oben erscheint im Vergleich dazu wie in kleiner Spalt. Auffällig ist auch, wie sauber die Keller sind. Die Stiftung hat in mühevoller Arbeit die Keller vom Gerümpel befreit, das dort im Laufe der Jahrzehnte abgestellt wurde.

Weitere Informationen 

Webseite der Pfefferberg Entwicklungs GmbH: pfefferberg.de
Webseite der Stiftung Pfefferwerk: stpw.org

Hinweis 

Dieser Artikel erschien in der Schattenwelt, Ausgabe 3/2006.

Autor: Norbert HeintzeStand: 14.08.10 Seitenanfang