Die „Friedhofsbahn“, eine S-Bahnlinie, die den Berliner Bahnhof Wannsee und den Bahnhof Stahnsdorf verband, ist Ausgangspunkt für Seminar, dass sich mit der Geschichte an der Trennlinie Berlin zu Brandenburg befasst. Ohne sein Umland ist Berlin nicht vorzustellen. Politische und bautechnische Entwicklungen haben an der Landesgrenze keinen Halt gemacht.
Programmbeschreibung
An drei Tagen, jeweils von 9 bis 17 Uhr, inklusive Pausen, werden wir Ihnen an verschiedenen Orten Ausschnitte spezifischer Geschichten von Potsdam und Berlin-Wannsee erläutern und noch vorhandene Spuren zeigen. Die Führungen, Vorträge und Diskussionen sind in 90-Minutenblöcke eingeteilt. Die Pausen geben Ihnen Gelegenheit zu entspannen oder das Gesehene und Gehörte bei einer Stärkung ungezwungen weiter zu vertiefen. Natürlich ist für Sie die Zeit für ein gemeinsames Mittagessen eingeplant.
Zentrales Thema des Seminares ist die Bahnstrecke, die den 1905 angelegten Südwestfriedhof mit Berlin ab 1913 verband. Kurzzeitig unterband die Zerstörung der Brücke über den Teltow-Kanal die Bahnstrecke, bis die Teilung Berlins endgültig zur Einstellung des Verkehres führte. Entlang der Strecke zeigen wir Ihnen die Reste von Brücken, Überwerfungsbauwerken und Bahnhöfen und erläutern deren Nutzung. Dabei gehen wir auch auf die Geschichte der Grenzanlagen und des Grenzüberganges Dreilinden für den Wasser- und den Straßenverkehr ein.
Der Stahnsdorfer Südwestfriedhof sollte die für den Verband der Berliner Stadtsynode Bestattungen außerhalb der stetig wachsenden und hochverdichteten Großstadt möglich machen. Die ursprünglichen Kirch- und Friedhöfe boten ab dem 20. Jahrhundert nicht genügend Platz und waren ein potentielles Krankheitsrisiko. Diese Entwicklung ist auf dem großen Waldfriedhof nachzuvollziehen und nebenbei erfahren Sie von Fachleuten etwas über Sepulkralkultur, die Gestaltung der Gräber und Grabmale. Eine Besonderheit ist die „Alte Umbettung“ zu der Bestattungen innerstädtischer Friedhöfe umgesetzt wurden, um unter dem Generalbauinspektor ab 1939 Bauland für die Umgestaltung in Berlin zu gewinnen.
Der folgende Zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren nicht nur an der Friedhofsbahn, sondern auch in den beiden Landeshauptstädten Potsdam und Berlin. Wir besichtigen den Winzerberg des Schloßparkes Sanssouci und den Hochbunker in Heckeshorn.
Inmitten der ehemaligen Lungenheilanstalt, damals Reichsluftschutzschule entstand 1943 ein sechsgeschossiger Hochbunker, dessen wechselhafte Geschichte unterschiedliche Nutzungen hervorbrachte – im Zweiten Weltkrieg Kommandostandort, in der Nachkriegszeit Sendestation und zuletzt Notkrankenhaus.
Der Winzerberg entstand mit aufwendigen Stützkonstruktionen ab 1763 unterhalb des Mühlenberges. Über mehrere Jahrhunderte wurde hier Wein und Obst kultiviert, bis 1944 in den Hang Stollen gegraben wurden, um bis zu 300 Menschen bei Fliegerangriffen vor Bomben zu schützen. Neben dieser Geschichte erleben wir, wie seit einigen Jahren durch bürgerschaftliches Engagement ein besonderes Bauwerk schrittweise neu entsteht.
Details zur Entwicklung der Berliner Stadtschnellbahn werden uns eindringlich und kompetent im S-Bahn-Museum am Bahnhof Griebnitzsee vermittelt. Exponate des Gleisbaues oder der Stellwerkstechnik geben ein Verständnis des komplexen Betriebes, wie er auch einmal auf der Strecke nach Stahnsdorf existierte.
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100,– €
Inwieweit Sie bei Ihrem Arbeitgeber Anspruch auf Bildungsurlaub geltend machen können, entnehmen Sie bitte unseren Anerkennungen nach den Bildungsgesetzen der Länder.
Grundlegendes und Wissenswertes zum Thema erfahren Sie in der Rubrik Bildungsurlaub.